Angst um die eigene Sicherheit

10.04.2017 • 19:50 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Dieses Abfalllager sorgte schon vor der Brandstiftung am Sonntag für Beschwerden seitens der Bewohner. Foto: Grießer
Dieses Abfalllager sorgte schon vor der Brandstiftung am Sonntag für Beschwerden seitens der Bewohner. Foto: Grießer

Bludenzer Hausbewohner kritisieren nach Brandstiftung mehrere Mängel.

Bludenz. (VN-gs) Wieder ist von einem Feuerteufel in Bludenz die Rede: Nach einer Brandserie von Februar bis März wurde in der Alpenstadt am Wochenende gleich zweimal Feuer gelegt (die VN berichteten). Am schlimmsten war die Situation an der Wohnanlage am Grete-Gulbransson-Weg 26. Ein in Brand gestecktes Abfalllager sorgte am Sonntagvormittag für einen enormen Schaden. So wurde unter anderem die Hausfassade stark in Mitleidenschaft gezogen. Von dem Bandstifter fehlt nach wie vor jede Spur.

Schwer zugänglich

Zudem wurde der Feuerwehreinsatz durch Hindernisse wesentlich erschwert, wie Oliver Grießer, einer der betroffenen Hausbewohner, gegenüber den VN schildert: „Schon der Brand in der Neujahrsnacht am 1. Jänner war für die Bludenzer Feuerwehren schlecht zugänglich. Die schweren Steine zur Parkplatzbegrenzung mussten entfernt werden, damit das Löschfahrzeug zum Brandherd konnte.“

Zudem sei die Feuerwehrzufahrt nicht zugänglich gewesen, weil vor Kurzem von der Alpenländischen Heimstätte Metallpfosten eingesetzt worden waren, damit die Bewohner nicht bei der Einfahrt hinein parken. Diese Pfosten hätten von der Feuerwehr nicht entfernt werden können.

Brief an Muzyczyn

„Ich bin selbst seit 30 Jahren bei der Betriebsfeuerwehr und kenne die Gefahren bei einem Brand“, schrieb Grießer in einem Brief an Wilhelm Muzyczyn, den Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte.

Chlorgestank

Er kritisierte dabei gleichzeitig noch weitere Mängel am betroffenen Objekt. So seien die Bewohner direkt am Abfalllager stark vom chlorigen Gestank betroffen. Eine Frau hätte Asthma und könne dort derzeit gar nicht mehr wohnen. Die Leute und ihre Kinder hätten große Ängste und Sorgen und seien teilweise fix und fertig mit den Nerven.

Muzyczyn ließ mit seiner Antwort nicht lange warten und teilte an Grießer mit: „Wir werden bei der Sanierung der beschädigten Bauteile die gesamte Situation evaluieren und allfällige Schwachpunkte beseitigen bzw. verbessern“, verspricht er. Ein Versprechen, auf dessen Einhaltung die betroffenen Hausbewohner nun sehr gespannt sind. „Es muss für die Zukunft vermieden werden, dass die Bewohner und Kinder durch eine solche Gefahrenstelle gefährdet sind“, betont Grießer. 

Schon der Brand in der Neujahrsnacht am 1. Jänner war für die Feuerwehren schlecht zugänglich.

Oliver Grießer