„Pausenzeitung“ stößt auf internationales Interesse

10.04.2017 • 19:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die bekannte US-Zeitung „Politico“ schrieb über Vorarlberg.
Die bekannte US-Zeitung „Politico“ schrieb über Vorarlberg.

US-Medium thematisiert Türken-Protest gegen Vorarlberger Schülerzeitung.

Washington. (VN-hk) Das kleine Vorarlberg hat es mit dem Zorn der Türkei wegen eines Erdogan-kritischen Miniatrikels in einer Volksschüler-Zeitung bis in die politische Medienlandschaft der amerikanischen Hauptstadt Washington geschafft.

Unter Bezugnahme auf den am vergangenen Samstag in den Vorarlberger Nachrichten erschienenen Artikel über die „Pausenzeitung“ und den darin veröffentlichten Bericht über das Referendum in der Türkei berichtete die US-Zeitung „Politico“ ausführlich über den Fall. In Österreich schlug der türkische Protest und die Vorgehensweise von türkischen Journalisten und des türkischen Generalkonsulats übers Wochenende hohe Wellen.

So wurde Schullandesrätin Bernadette Mennel von einem türkischen Journalisten aufgefordet, in seinem Medium eine Stellungnahme abzugeben. Der sonst öffentlichkeits- und medienscheue türkische Generalkonsul verlangte umgehend einen Termin bei der Landesrätin. Diese verwies auf die Verantwortlichkeit der Vorarlberger Nachrichten für die Inhalte der „Pausenzeitung“. 

Generalkonsul Cemal Erbay seinerseits war für die VN nicht für einen Kommentar bereit. Er kündigte eine schriftliche Stellungnahme noch in dieser Woche an.

Im Artikel in der „Pausenzeitung“ wurde der türkische Präsident Erdogan als Mann bezeichnet, der viele seiner Gegner einsperren lässt.