„Ackerfläche ist Vorsorge“

11.04.2017 • 16:30 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Verein Bodenfreiheit mahnt Land und Wirtschaft zum „Haushalten mit der Grünzone“.

Wolfurt, Bregenz. (VN-tw) „Wer im 21. Jahrhundert Landwirtschaft nicht ernst nimmt, zeigt nicht Herz für die Wirtschaft, sondern schlicht einen beschränkten Horizont: In aufstrebenden Ländern wie China kommen laufend Millionen neue Konsumenten hinzu, die für ihre Ernährung auf den Weltmarkt angewiesen sind. Internationale Player sichern sich deshalb weltweit die besten Äcker und Felder. Das macht Länder wie Österreich, die nicht einmal ein Minimum ihres Bedarfs aus eigener Landwirtschaft decken, erpressbar. Solche Risiken für die eigene Volkswirtschaft zu reduzieren, ist weder links noch rechts, sondern schlicht vernünftig“, meint Simon Vetter als Vorstandsmitglied des in Wolfurt ansässigen Vereins Bodenfreiheit.

Vetter: „Ölz ist Nagelprobe“

Wirtschaftspolitik erschöpfe sich nicht darin, alles auf den einen Sektor zu setzen, der im Moment gerade am lukrativsten ist. Gerade auch konservative Wirtschaftspolitik umfasse zumindest ein Minimum an Vorsorge, sagt Vetter vor dem Hintergrund, dass für das Land die rund 14.000 Hektar große und seit 40 Jahren bestehende Landesgrünzone kein Tabu ist. Vetter teilt die Meinung des Naturschutzrats, der strikt gegen eine Öffnung der Zone eintritt. Meisterbäcker Ölz, der bekanntlich Pläne für den Bau einer Firma in der Grünzone in Weiler wälzt, stellt für Vetter eine Nagelprobe dar: „Haben die heutigen Generationen die Zeichen der Zeit erkannt und schützen sie die Lebensgrundlagen ihrer Kinder? Oder betoniert Vorarlberg seine Landschaft weiterhin Stück für Stück zu?“

Reaktion.
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