Emser Hickhack erreicht die Landesparteien

11.04.2017 • 17:05 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Hohenems, Bregenz. (VN-mip) Adi Gross, Klubmann der Grünen im Landtag, ist überzeugt: „Immer, wenn Dieter Egger die Argumente ausgehen, bedroht er sein Gegenüber. Der ehemalige FPÖ-Obmann tut sich mit Kritik offensichtlich schwer.“ Sein Amtskollege der FPÖ, Daniel Allgäuer, kontert: „Wenn sich Grünen-Klubobmann Adi Gross öffentlich Gedanken über die Kritikfähigkeit von FPÖ-Politikern macht, ist das vor dem Hintergrund des Rauswurfs der jungen Grünen durch die oberste Parteichefin wohl mehr als zynisch.“

Hintergrund ist ein Wortgefecht zwischen dem Hohenemser Bürgermeister Egger und seinem Vize Bernhard Amann (Emsige und Grüne). Amann warf Egger vor, gegen das Gemeindegesetz verstoßen zu haben. Egger würde sich bei einem Grundstücksgeschäft am Emsbach nicht an die Grundsätze von Sparsamkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit halten. Egger wies dies zurück: Es sei ein Kompromiss, um Schaden von der Stadt abzuwenden. Schließlich könnte ein Gerichtsverfahren wesentlich mehr kosten. Den Vorwurf des Gesetzesbruchs will er nicht auf sich sitzen lassen. „Fakt ist, dass ich gegen kein Gesetz verstoßen habe. Wie auch? Die Entscheidung obliegt der Stadtvertretung.“ Er überlegt rechtliche Schritte gegen Amann: „Ich werde das mit meinem Rechtsvertreter besprechen.“