Heimkehr aus dem Bürgerkrieg

11.04.2017 • 20:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Stephanie Berchtold (M.) kurz vor ihrer Abreise aus Juba im Kreis des Lagerteams. Foto: IKRK
Stephanie Berchtold (M.) kurz vor ihrer Abreise aus Juba im Kreis des Lagerteams. Foto: IKRK

Die Feldkircherin Stephanie Berchtold (34) verbrachte ein Jahr im Bürgerkriegsland Sudan.

Feldkirch. Im April 2016 wartete auf die Feldkircherin Stephanie Berchtold eine aufregende, doch auch riskante Aufgabe. Sie wurde vom Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) als Helferin nach Juba im Bürgerkriegsland Sudan entstandt.

Als stellvertretende Logistikchefin war die Vorarlbergerin vor Ort für den Einkauf, die Lagerung und die Verteilung von Hilfsgütern verantwortlich – was unter anderem auch über Air Drops (Abwurf vom Flugzeug) erfolgte.

Trauriges und Schönes

Nun zurückgekehrt, schildert sie ihre bleibenden Eindrücke. „Im Konfliktgebiet Juba haben die Menschen rein gar nichts“, erzählt sie, und: „Bei den Einsätzen hatte ich bis zu einem gewissen Grad Angst. Doch das hilft auch, das Risiko besser einzuschätzen. Vorsichtig muss man natürlich immer sein.“

Traurige Momente habe es im Krisengebiet leider sehr viele gegeben, und sie gingen ihr sehr nahe. Vor allem wenn sie hörte, dass Menschen wegen fehlendem sauberem Trinkwasser starben und als es zu Kämpfen und Massenvergewaltigungen in Juba kam. Doch es gab auch Lichtblicke und schöne Momente. Beispielsweise als es gelang, ein Projekt erfolgreich zu implementieren: Bauern machen nun einen Markt mit Saatgut, Bauern ohne Saatgut erhalten Geld, um Saatgut kaufen zu können. „Es wird dabei vom Projektteam so wenig wie möglich eingegriffen“, sagt Berchtold.

Vor ihrem Einsatz im Südsudan war die Vorarlbergerin in den Jahren 2014 bis 2016 in Jordanien stationiert. Ihr dritter Auslandseinsatz ist auch bereits fixiert und führt sie über das IKRK im November 2017 nach Syrien/Damaskus.

Bei Einsätzen hatte ich bis zu einem gewissen Grad Angst.

Stephanie Berchtold