Lastwagen mit Leck verlor Säuretropfen

12.04.2017 • 20:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die beschädigten Autobatterien waren lose auf den Auflieger des deutschen Lkw geworfen worden. Foto: Zollverwaltung
Die beschädigten Autobatterien waren lose auf den Auflieger des deutschen Lkw geworfen worden. Foto: Zollverwaltung

Schweizer Zöllner haben Lkw mit ätzender Ladung vor der Einreise nach Vorarlberg gestoppt.

Hohenems, Diepoldsau. Wie die eidgenössische Zollverwaltung erst jetzt mitteilte, haben Mitarbeiter des Schweizer Zolls im März anlässlich der Warenausfuhr an der Zollstelle Diepoldsau einen deutschen Lastwagen überprüft.

Bei der Kontrolle stellten sie fest, dass eine offenbar ätzende Flüssigkeit aus dem Lkw-Auflieger auf die Straße tropfte. Die Ursache war schnell gefunden: Aus beschädigten Autobatterien trat Batteriesäure aus. Die Batterien waren lose in die Mulde geworfen worden.

Für Gefahrguttransporte solcher Art müssten speziell abgedichtete Behältnisse verwendet werden.

Kärnten als Ziel

Zur weiteren Überprüfung wurden das kantonale Amt für Umweltschutz und die Kantonspolizei St. Gallen beigezogen. Es stellte sich heraus, dass das Umladen vor Ort gefährlicher gewesen wäre als ein kontrollierter Transport zu einem grenznahen Recyclingunternehmen. Laut weiteren Abklärungen wäre ohne die Intervention des Zolls die ganze Ladung noch rund 500 Kilometer weit ins österreichische Bundesland Kärnten transportiert worden. Gegen den Fahrer und das Transportunternehmen wurde ein Strafverfahren eröffnet.