Altachs Grüne fordern Transparenz

13.04.2017 • 17:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Der weitere Ausbau des Stadions im Schnabelholz sorgt für Unstimmigkeiten in der Gemeindepolitik.  Foto: Stiplovsek
Der weitere Ausbau des Stadions im Schnabelholz sorgt für Unstimmigkeiten in der Gemeindepolitik.  Foto: Stiplovsek

Zu viele offene Fragen gibt es für die BL.A in Sachen Stadionumbau. Bürgermeister kontert.

Altach. (VN-doh) „Stillstand“ ortet die Altacher Bürgerliste in der Kummenberggemeinde und lud gestern unter dem reißerischen Titel „Keine Champions League in Alt­ach“ zum Pressegespräch. Die Hauptkritik widmete sich dem Titel entsprechend dem Thema Fußball. Aber Bernie Weber und Willy Witzemann betonten: „Die Bürgerliste und Grünen Altach gehören zu den größten Fans des SCR und die Freude über den sportlichen Erfolg ist groß.“ Wenig erfreut ist man aber über die Abläufe in der Gemeindepolitik in Sachen Stadionumbau.

Besonders sauer aufgestoßen ist den beiden Politikern eine Honorarabrechnung über 106.000 Euro für Planungsarbeiten zur Südtribüne im Schnabelholz, die die Gemeinde vorgestreckt hat. Der Ausbau der Cashpoint Arena musste zuletzt aufgrund fehlender Investorengelder verschoben werden. Die Baugenehmigung liegt aber vor. Die Altacher Grünen kritisieren, dass die Transparenz fehle. Man habe nicht erfahren, wie es mit dem Stadion weitergeht, wer die Investoren sind und auch wer hinter der SCRA Sportanlagen stehe, habe man auf politischer Ebene nicht erfahren.

Rechtssicherheit 

Bürgermeister Gottfried Brändle spricht von haltlosen Vorwürfen. Der Betrag sei im Rahmen der monatlichen Betriebskostenabrechnung beglichen worden. Man sei in Vorkasse gegangen, weil der Vertrag noch nicht endgültig ausgearbeitet war. Auch wer hinter der GesmbH steht, sei öffentlich einsehbar. Unter der Firmenbuchnummer 457481t sind als Geschäftsführer Christoph Begle und Christoph Längle eingetragen.

Brändle ist überzeugt, dass man mit dem Superädifikatsvertrag (der Verein tritt als Bauherr auf fremdem Grund auf) den richtigen Weg gegangen ist. Man konnte dadurch Rechtssicherheit schaffen. Der Verein muss eine Bankgarantie über 1,6 Millionen Euro abgeben. Werden Rechnungen für den Bau bezahlt, reduziert sich die Bankgarantie dementsprechend. „Wer als Investor auftritt bzw. wie der Verein die Geldmittel bekommt, ist nicht Sache der Gemeinde“, so Brändle. Auch das sei vertraglich festgelegt. Zudem müsse jede Planänderung erst durch die Gemeindevertretung abgesegnet werden.