FPÖ-Kritik an Öffnung des Dienstleistungsschecks

13.04.2017 • 17:31 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 13. April 2017.
VN-Bericht vom 13. April 2017.

Blaue befürchten mehr Arbeitslose, die Landes-SPÖ ist hingegen erfreut.

Bregenz. (VN-mip) Dass Asylwerber ab sofort Zugang zum Dienstleistungsscheck haben, stößt nicht nur auf Zustimmung. Wie die VN berichteten, ist es seit 1. April Privatpersonen wieder erlaubt, Asylwerber für einfache Tätigkeiten zu bezahlen – was quasi eine Neuauflage der Caritas Nachbarschaftshilfe bedeutet. Für die FPÖ-Arbeitnehmer ist das ein Schritt in die falsche Richtung, wie Kammerrat Michael Koschat kommentiert. Er befürchtet, dass damit mehr Asylwerber nach Österreich gelockt werden: „Diese Ergänzung zur gemeinnützigen Tätigkeit bringt einen Turboeffekt für einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit.“

SPÖ-Landtagsabgeordneter Reinhold Einwallner widerspricht: „Ich begrüße diese Möglichkeit, weil sich damit wieder ein Fenster für die Nachbarschaftshilfe auftut.“ Man dürfe nicht vergessen, dass Asylwerber nicht arbeiten dürfen. „Mir ist lieber, sie tun etwas Nützliches, zum Beispiel im Rahmen der gemeinnützigen Tätigkeit oder der Nachbarschaftshilfe“, ist Einwallner überzeugt.