Mit Vollgas ins Baufinale

Vorarlberg / 13.04.2017 • 20:36 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ab 26. April wird im Arlbergtunnel vor allem an mehr Sicherheit gearbeitet (hier im Fluchttunnel). Foto: Asfinag
Ab 26. April wird im Arlbergtunnel vor allem an mehr Sicherheit gearbeitet (hier im Fluchttunnel). Foto: Asfinag

Ab 24. April wird der Arlbergtunnel erneut komplett gesperrt. Am 2. Oktober heißt es dann „Freie Fahrt“.

Arlberg. (VN-js) „Wir nehmen die zweite Vollsperre als größte Herausforderung im Jahr 2017 an“, sagt Asfinag-Geschäftsführer Stefan Siegele im Hinblick auf die bevorstehende zweite Vollsperre des Arlbergtunnels. „Das heißt im Klartext: Wir haben wieder alles unternommen, damit es in der Zeit der Sperre zu keinen langen Staus oder Zeitverzögerungen kommen wird.“

Sperre ab 24. April

In Kraft tritt die Sperre für den gesamten Verkehr am 24. April. Eine Woche später als ursprünglich geplant. „Damit kommen wir dem Wunsch der Arlberg-Region nach, die das letzte Ferienwochenende ohne grobe Behinderungen über die Bühne gehen lassen will“, so Projektleiter Mario Patigler. Wie bei der ersten Vollsperre vor zwei Jahren führen die Umleitungen regional über den Arlbergpass bzw. großräumig über Deutschland und die Schweiz. „Das Verkehrskonzept hat sich bei der ersten Sperre im Jahr 2015 bewährt“, gibt Siegele an, der sich dabei auch auf Rückmeldungen seitens der Blaulichtorganisationen beruft.

Lockerung für Camper

Neben der neuen Ampelregelung bei der Flexengalerie kommt es im Vergleich zur Sperre vor zwei Jahren zudem zu einer Lockerung des Fahrverbots für Camper und Wohnwagen. Sie können zwischen 24. April und 30. Juli ohne Einschränkung den Arlbergpass als Ausweichroute nutzen.

Vom 1. Juli bis 2. Oktober müssen Pkw und Kombis mit Anhänger sowie Wohnwagen-Gespanne an Samstagen, Sonn- und Feiertagen in der Zeit von 9 bis 17 Uhr großräumig über Deutschland, den Fernpass oder die Schweiz ausweichen.

„Mit der Kernzonenlösung, wurden auch die Rahmenbedingungen für alle Lkw-Lenker optimiert“, ist man seitens der Asfinag überzeugt. Diese regelt, wer über den Pass fahren darf. Dadurch wird einerseits einer Überlastung der hochalpinen Ausweichroute entgegengewirkt, andererseits bedeutet diese Lösung gleichzeitig einen Vorteil für die Frächter, da lange Umwege und dadurch Mehrkosten vermieden werden.

150 Arbeiter im Einsatz

Im Tunnel selbst werden an die 150 Arbeiter täglich damit beschäftigt sein, die Sanierung sowie den Sicherheitsausbau von Österreichs längstem Straßentunnel zügig voranzutreiben. „Mit 160 Millionen Euro ist der Arlbergtunnel die bisher größte Investition in einen bestehenden Tunnel im gesamten Asfinag-Netz“, sagt Geschäftsführer Gernot Brandtner. Beim Bau-Endspurt, der am 2. Oktober abgeschlossen wird, konzentriert man sich nun auf die elektrotechnischen Sanierungen sowie auf den Einbau der neuesten Generation an Sicherheitstechnologien. „Das heißt: Wir statten den Arlbergtunnel mit den derzeit innovativsten Systemen aus“, so Brandtner abschließend.