Promipatient unterm Messer

14.04.2017 • 16:11 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
In Feldkirch auf dem OP-Tisch: Prinz Ernst-August. Foto: DPA
In Feldkirch auf dem OP-Tisch: Prinz Ernst-August. Foto: DPA

Mit Helikopter. Im Gegensatz zu Prinzessin Alexia (11), Tochter des niederländischen Königspaars Willem Alexander (49) und Maxima (45), die ebenso dort auf dem OP-Tisch gelandet war, machte der prominente Patient diesmal keine Schlagzeilen. Heimlich, still und leise verlief der Aufenthalt von Prinz Ernst August von Hannover (63) im Schwerpunktspital Feldkirch. Der Mann von Prinzessin Caroline von Monaco (60) hat sich dort bei Primar Wolfgang Hofmann (55) einer Gefäßoperation unterzogen. Am Tag des Eingriffs schwebte der Blaublütige per Hubschrauber in Feldkirch ein, danach entschwebte er auf ebendiesem Weg. Im Sanatorium von Chirurg Christian Schenk (63) in Schruns wurde der Prinz dann noch weitere fünf Tage stationär behandelt.


Ohne Ressort. Wahlergebnisse können sich in Rathäusern in der Zusammenarbeit der Fraktionen kräftig niederschlagen. So auch in Feldkirch, wo die Volkspartei von Bürgermeister Wilfried Berchtold (62) bei der Wahl 2015 die Absolute verlor und seither nur mehr 18 der 36 Stadtvertreter hält. Um Mehrheiten zu bekommen, müssen sich Berchtold & Co. auf Partnersuche machen. Fündig werden die Schwarzen meist bei den Freiheitlichen mit dem Stadtratsduo Daniel Allgäuer (52) und Thomas Spalt (32). „Ausgegrenzt und abgenabelt von Infos“ fühlen sich hingegen die Stadträte Marlene Thalhammer (60) und Ingrid Scharf (53) von Feldkirch blüht. Das gelte vor allem für Scharf, die „nur mehr am Papier“ für Kultur, Jugend oder Integration zuständig sei, weil Berchtold selbst diese Agenden übernommen habe und sehr viel Energie investiere. Sogar von „Steuergeldverschwendung“ ist bei den Grünen die Rede, immerhin erhält Scharf eine Monatsbruttoentschädigung von 2900 Euro. Stichwort Entschädigung: Spalt erhält zu diesem Salär nochmals 2200 Monatsbrutto als Geschäftsführer der ARA und konnte somit die Kommunalpolitik zu seinem Hauptberuf machen, was freilich ebenso Stoff für Debatten liefert.


Plakatarbeit. Diese Woche präsentierten die Jugendsprecher der Regierungsparteien, Julian Fässler (31, VP) und Nina Tomaselli (31, Grüne), das Konzept zum Vorarlberger Nachtzug. Ab Dezember gibt es bekanntlich an Wochenenden keine Pause mehr im Fahrplan. Also eigentlich ein Partyzug? Je nach Sichtweise der Parteien. Das Jugendsprecherduo zeigte sich jedenfalls mit zwei Sujets: Die Schwarzen freuen sich über den Nacht- und die Grünen über den Partyzug. Tomaselli meinte auf Nachfrage lachend, dass die Grünen eben eher die Partypartei seien. Fässlers Konter: „Wir sind die der Leistungsträger, die in der Nacht zur Arbeit fahren.“ Das Duo hatte bei der Präsentation in den Klubräumen der Grünen jedenfalls sichtlich Spaß. Selbst VP-Kommunikationsberater Markus Amann (51) fühlte sich pudelwohl, spielte bereits nach wenigen Minuten den Gastgeber und servierte den Gästen heißen Kaffee.

Zitate der Woche

Der Koran ist nicht das Problem, die problematischen Personen sind es.

Muna Duzdar, SP,
Staatssekretärin

 

Sie werden sich noch eineinhalb Jahre gedulden müssen, dann werden Sie wirklichen Wahlkampf erleben.

Bundeskanzler
Christian Kern, SP

 

Unsere Familie war auch nicht besonders religiös. Da kann ich mich nur ans Eiersuchen erinnern.

Kardinal Christoph Schönborn

 

Wir Junge fragen uns oft, was in der Integration schiefgelaufen ist.

Vorarlbergs JVP-Geschäfts­führerin Neci Gönay