Vignette 2018 bekommt eine digitale Schwester

18.04.2017 • 20:44 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Zwei von drei Autofahrern wollen das digitale Pickerl. Auch in Vorarlberg.

Wien, Schwarzach. Mit dem Vignettenjahr 2018, also ab Dezember 2017, bekommt die österreichische Klebevignette eine digitale Schwester. Verkehrsminister Jörg Leichtfried hat den entsprechenden Gesetzesentwurf dem Nationalrat vorgelegt. Nach einstimmigem Beschluss im Verkehrsausschuss erfolgt kommende Woche die Abstimmung im Plenum. Die neue digitale Vignette liegt bei den Kundinnen und Kunden voll im Trend. Laut einer Umfrage halten 83 Prozent der befragten Autofahrerinnen und Autofahrer die digitale Vignette für eine gute Idee. 60 Prozent wollen sie kaufen. Das Digitalpickerl ist an das Kennzeichen gebunden und kann ab November online oder über die Asfinag-App „Unterwegs“ gekauft werden.

Die Asfinag erweitert das Vignettenangebot um eine zeitgemäße und vor allem praktische Alternative. „Wir versprechen unseren Kundinnen und Kunden: Wir werden höchstmögliche Standards anbieten, damit der Kauf einer digitalen Vignette reibungslos über die Bühne geht“, so Asfinag-Vorstand Schierhackl.

Zustimmung in Ländern

Und das sagen die Bundesländer zur digitalen Vignette: In Kärnten, Steiermark und dem Burgenland kommt die digitale Vignette am besten an. 87 Prozent – der Spitzenwert in der Umfrage – finden, dass sie eine gute Idee ist. Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher belegen mit 77 Prozent den Spitzenplatz bei der Frage, ob sie auch tatsächlich eine digitale Vignette kaufen werden.

Tirol, Vorarlberg, Salzburg und Wien sprechen sich mit 67 Prozent am stärksten für eine Bezahlung der digitalen Vignette mit Kreditkarte aus. Bei der einfachen Kauf-Kombination von digitaler Vignette und Sondermaut-Jahreskarte haben Kärnten, Steiermark und Burgenland die Nase mit 63 Prozent Zustimmung vorne. Mit 58 Prozent ist die Kombinationsmöglichkeit mit einer Sondermaut-Einzelfahrt für Tirol, Vorarlberg und Salzburg am attraktivsten.