Christen­ver­folgung

14.01.2015 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Das überkonfessionelle christliche Hilfswerk „Open Doors“ hat den jährlich erscheinenden Weltverfolgungsindex veröffentlicht. Rund 100 Millionen Christen werden derzeit aus Glaubens­gründen verfolgt. Alle fünf Minuten wird ein Christ umgebracht. Im vergangenen Jahr sind zusätzliche Länder hinzugekommen, und die Brutalität der Verfolgung hat zugenommen. Besonders schlimm ist die Verfolgung im Nahen und Mittleren Osten. Lediglich in Israel gibt es keine Christenverfolgung. Den Spitzenplatz nimmt weiterhin Nordkorea ein, bei geschätzten 200.000 bis 400.000 Untergrundchristen sind 70.000 in berüchtigten Arbeitslagern und sind Folter und Schwerstarbeit ausgesetzt. Der gewaltsame Dschihadismus in Syrien und im Irak geht einher mit einer Radikalisierung der dortigen Bevölkerung. Für die Christenverfolgung in islamischen Ländern sind vorwiegend paramilitärische Gruppen wie der IS verantwortlich. In Persien ist es der Staat selbst, der gegen Christen vorgeht. Unter Präsident Rohani hat sich die Lage der Christen deutlich verschlechtert. Häufiger als früher werden dort Freiheitsstrafen verhängt und schwerwiegende Anklagen gegen Christen erhoben. Iran liegt an siebter Stelle betreffs Christenverfolgung, Ägypten belegt Rang 23. Palästina, das angebliche Musterbeispiel von Toleranz gegenüber Christen, belegt Rang 26 vor Jordanien mit Rang 30. Hinter dieser Statistik stehen Kinder, Frauen und Männer, die für ihr Bekenntnis zu Jesus bespitzelt, misshandelt, verhaftet oder gar umgebracht werden.

Dr. Wolfgang Hämmerle,

Mühlefeldstraße 88,

Lustenau