Fütterungsverbot ignoriert

Vorarlberg / 19.04.2017 • 19:14 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Durch eine Spendenaktion konnte eine weiße Eselstute angeschafft werden. Es gilt aber ein strenges Fütterungsverbot.   Foto: koe
Durch eine Spendenaktion konnte eine weiße Eselstute angeschafft werden. Es gilt aber ein strenges Fütterungsverbot.  Foto: koe

Auch nach dem Tod der Eselin Sissy gibt es unverbesserliche Besucher im Wildpark.

Feldkirch. (VN-doh) Trotz des eher ungemütlichen Wetters am Osterwochenende war der Feldkircher Wildpark ein beliebtes Ausflugsziel. Mit den vielen Besuchern häufen sich aber auch Vorfälle, die für Wildparkleiter Christian Ammann nicht mehr nachvollziehbar sind: „Manchmal ist mir nicht klar, ob Tier oder Mensch durch den Zaun geschützt werden.“ Am Wochenende haben Besucher wieder mehrfach die weißen Esel mit mitgebrachtem Futter gefüttert. Beim Auerwild wurden sogar Kartoffelchips gefunden. „Vor einigen Tagen ist eine Henne des Auerwilds verendet. Wir müssen davon ausgehen, dass Besucher über die Absperrung geklettert sind und das Tier den Stress nicht überlebt hat“, so Ammann. Erst vor wenigen Wochen ist Sissy, eine trächtige Weiße Monarchieeselin, verendet, nachdem sie mit giftigen Eibenzweigen gefüttert worden ist.

Auerhenne verendet

Am Osterwochenende mussten noch weitere Vorfälle registriert werden: Beim Sikawild sind Besucher ins Gehege eingedrungen und haben ein abgeworfenes Geweih gestohlen. Bei den Waschbären hat eine Mutter ihr Kleinkind auf den durch ein Stromkabel geschützten und entsprechend beschilderten Zaun gesetzt, worauf das Kind einen kleinen Stromschlag bekommen hat. Und beim Murmeltier-Gehege wurde eine Parkbank zerstört.

In den sozialen Medien haben die Vorfälle im Wildpark hohe Wellen geschlagen und so mancher User zweifelt am Hausverstand der uneinsichtigen Besucher. Die Verantwortlichen des Wildparks wollen weiter über die Folgen aufklären. Eintritt am Ardetzenberg zu verlangen, sei jedoch kein Thema. Ammann appelliert aber eindringlich, das Fütterungsverbot und die Absperrungen zu beachten.

Durch eine Spendenaktion konnte eine weiße Eselstute angeschafft werden. Es gilt aber ein strenges Fütterungsverbot.   Foto: koe
Durch eine Spendenaktion konnte eine weiße Eselstute angeschafft werden. Es gilt aber ein strenges Fütterungsverbot.  Foto: koe