Nach Brandstiftung in Bludenz wird Gefahrenstelle entschärft

19.04.2017 • 20:39 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Bewohner von Bludenzer Brandobjekt nach Kritik an Sicherheitsmängeln besänftigt.

Bludenz. (VN-gs) Bei der jüngsten Serie von Brandstiftungen in Bludenz (die VN berichteten) wurde die Wohnanlage am Grete-Gulbransson-Weg 26 am schlimmsten in Mitleidenschaft gezogen. Die Müllstation direkt am Objekt stand in hellen Flammen, das Objekt musste evakuiert werden, an der Fassade und mehreren Balkonen entstanden durch das Feuer immense Sachschäden.

Bereits der zweite Brand

Schon einmal hatte es an derselben Stelle gebrannt. Es war in der Silvesternacht 2016, als die Feuerwehr zudem durch Metallpfosten und Steine zur Parkplatzbegrenzung behindert wurde.

All dies erregte bei den Bewohnern Unmut und das Gefühl der Unsicherheit. Vor allem das Abfalllager geriet in den Mittelpunkt der Kritik. Nicht nur als Gefahrenstelle durch etwaige Brandausbrüche, sondern auch wegen des Chlorgestanks, unter dem die Bewohner litten. So litt etwa eine Frau unter Asthma und kann dort gar nicht mehr wohnen. Ein weiterer Betroffener, Oliver Grießer, richtete diesbezüglich ein Schreiben an Wilhelm Muzyczyn, den Geschäftsführer der Alpenländischen Heimstätte, welche die Wohnanlage betreibt, und auch an die VN, welche die Beschwerden und Mängel an die Öffentlichkeit brachten.

Neue Müllstation

Daraufhin hat die Alpenländische Heimstätte nun reagiert und sich umgehend an alle notwendigen Instandsetzungen gemacht.

Und das Wichtigste: Es wird eine neue Müllstation in Massivbauweise geplant und vom Gebäude weg versetzt werden. Darüber ist nicht nur Grießer erleichtert, der an die VN schrieb: „Nun können die Bewohner sowie die Kinder wieder beruhigt schlafen und müssen nach den Brandvorfällen in den Jahren 2016 und 2017 nicht mehr in Angst leben.“

Die abgebrannte Müllstation wird erneuert und versetzt, wie in der Mitteilung (Faksimile) angekündigt. Foto: griesser
Die abgebrannte Müllstation wird erneuert und versetzt, wie in der Mitteilung (Faksimile) angekündigt. Foto: griesser