„Bauland als knappes Gut schützen“

20.04.2017 • 17:09 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Debatte um Grund und Boden geht weiter. Nun meldet sich die Arbeiterkammer zu Wort.

Feldkirch. (VN-tw) Hintergrund dafür bildet die überparteiliche Initiative „vau hoch drei“, hinter der Experten, Bürgermeister und Architekten stehen. Die Initiative überreichte dem Land eine Petition und macht sich darin für eine gemeinwohlorienterte Raumentwicklung in Vorarlberg stark (die VN berichteten). Von der Arbeiterkammer wird dieser Vorstoß ausdrücklich begrüßt.

Bodenfonds besonders wichtig

„Grundstücksreserven zu schaffen ist eine unserer alten Forderungen“, betont AK-Präsident Hubert Hämmerle (55). „Wenn eine junge Familie heutzutage ihre Zukunft auf eigenem Grund und Boden bauen will, ist sie ohne elterliche Hilfe chancenlos. Die Grundstückspreise sind längst astronomisch hoch, Otto Normalverbraucher muss sehen, wo er bleibt.“ Dabei gäbe es in Vorarlberg genug Bauland, meint Hämmerle. „Es wird gehortet und auf Vorrat gekauft. Grund und Boden, der so dringend benötigt würde, dient wenigen als Spekulationsobjekt.“ Deshalb befürwortet Hämmerle vor allem die Idee, die Widmungsdauer für neues Bauland auf drei Jahre zu beschränken. Und wenn bestehendes Bauland nicht bebaut werde, so solle es nach zwanzig Jahren ohne Entschädigung rückgewidmet werden. Für besonders wichtig erachtet Hämmerle die Schaffung eines Bodenfonds, der
aus Infrastrukturabgabeerlösen der Gemeinden, Landesmitteln und aus der Immobilienertragssteuer des Bundes gespeist werde.

Grund und Boden dient wenigen als Spekulationsobjekt.

Hubert Hämmerle AK-Präsident