Rhesi-Einsprüche sind abgehandelt

24.04.2017 • 18:24 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
So soll der Rhein künftig aussehen. Computerbild: Rhesi
So soll der Rhein künftig aussehen. Computerbild: Rhesi

Erst lehnten sie Brunnen-Testbohrungen ab. Nun aber sind Schweizer Umweltverbände zufrieden.

St. Margrethen. (VN-hk) Die Schweizer Umweltverbände WWF und Pro Natura hatten gegen die Testbohrungen zur Grundwasseranalyse im Rheinvorland Einspruch bei der Gemeinde St. Margrethen eingelegt. Das stieß sogar bei den Vorarlberger Naturschützern auf Unverständnis.

Nachdem ihr Einspruch von St. Margrethen abgewiesen wurde, haben die Schweizer Umweltaktivisten nun diese Entscheidung akzeptiert. Dies deshalb, „weil die Antwort der kantonalen wie kommunalen Behörden Transparenz schafft. Dass die geplante Grundwasser­erkundung die Entwicklung der bestmöglichen Variante in puncto Natur- und Hochwasserschutz einschränken würde, wird bestritten. Vor allem in der Begründung zum Entscheid des Kantons wird sehr betont, dass die Erkundungen für die Erfassung des Gesamtsystems Grundwasser notwendig sei; von Erkundungen zwecks Erhaltung von Fassungen ist nirgends die Rede.“ Ihren Einspruch hatten die WWF und Pro Natura Schweiz im November 2016 eingelegt und damit nicht nur die eigenen Gesinnungsgenossen diesseits des Rheins überrascht, sondern auch bei den Projektverantwortlichen veritable Irritation ausgelöst.

Irritationen ausgelöst

Man müsse womöglich mit nicht unwesentlichen Verzögerungen bei der Entwicklung von Rhesi rechnen, hatte Projektleiter Markus Mähr (42) damals gemeint, und selbst Landeshauptmann Markus Wallner hatte daraufhin vehement die Einhaltung des Zeitplanes eingefordert.

Die Schweizer Umweltverbände sehen sich nichtsdestotrotz in ihrer Vorgangsweise bestätigt. Die nun geschaffene Transparenz mache eine Weiterführung der Beschwerde obsolet. „Einmal mehr haben wir die Karten offen auf den Tisch gelegt und unsere Minimalanforderungen an ein rechtskonformes Auflageprojekt kommuniziert“, heißt es in einer Aussendung. Die Umweltaktivisten verlangen für das Rhesi-Projekt alle vier Kilometer eine breite Rheinaufweitung mit ökologischer Funktionaliät.