Da staunte selbst der Kaiser

25.04.2017 • 17:03 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Andelsbuch, eines der großen Wasserkraftwerke der Monarchie.

Andelsbuch. Da sich in dem schon zur Jahrhundertwende industriereichen Vorarlberg der Bedarf an elektrischer Energie deutlich abzeichnete, entschloss sich die Firma Jenny & Schindler, an der Bregenzerach bei Andelsbuch ein großzügig dimensioniertes Wasserkraftwerk mit 10.000 PS Leistung zu erstellen. Nach nur 32-monatiger Bauzeit wurde das Werk Andelsbuch am 26. Jänner 1908 in Betrieb genommen. Es war zur Zeit Kaiser Franz-Josephs I. eines der größten, modernsten und leistungsfähigsten Wasserkraftwerke der Monarchie. Noch heute ist das Kraftwerk in Betrieb und erzeugt jährlich mehr als 50,5 GWh an elektrischer Energie.

1977: Das im Jugendstil errichtete Krafthaus beherbergt die Turbinen sowie die fünf Maschinensätze und steht unter Denkmalschutz.

1977: Das im Jugendstil errichtete Krafthaus beherbergt die Turbinen sowie die fünf Maschinensätze und steht unter Denkmalschutz.

2005: Bei Bezau wird das Wasser der Bregenzerache gefasst und unter dem Klausberg über zwei 1,6 km lange Freispiegel­stollen zum Stauweiher geführt.

2005: Bei Bezau wird das Wasser der Bregenzerache gefasst und unter dem Klausberg über zwei 1,6 km lange Freispiegel­stollen zum Stauweiher geführt.

Besichtigung des Maschinensaals beim Gemeindebesuch 1978 von Landesrat Blank.v.l.n.r.: Ferdinand Kohler (Bürgermeister Andelsbuch), Konrad Blank, Josef Ritter (Werksleiter), Anton Lipburger (Vizebürgermeister Andelsbuch ), Wilfried Kaufmann (Liftgesellschaft Andelsbuch)

Besichtigung des Maschinensaals beim Gemeindebesuch 1978 von Landesrat Blank.

v.l.n.r.: Ferdinand Kohler (Bürgermeister Andelsbuch), Konrad Blank, Josef Ritter (Werksleiter), Anton Lipburger (Vizebürgermeister Andelsbuch ), Wilfried Kaufmann (Liftgesellschaft Andelsbuch)

Bis 1969 blieb die Anlage das leistungsstärkste Kraftwerk der VKW.

Bis 1969 blieb die Anlage das leistungsstärkste Kraftwerk der VKW.

Am westlichen Ende des Weihers befinden sich die Wasserfassung mit Rechenhaus und Abschlussorganen sowie ein 20m breiter Überlauf.

Am westlichen Ende des Weihers befinden sich die Wasserfassung mit Rechenhaus und Abschlussorganen sowie ein 20m breiter Überlauf.

Der Stauweiher hatte ursprünglich einen Inhalt von 200.000 Kubikmetern.

Der Stauweiher hatte ursprünglich einen Inhalt von 200.000 Kubikmetern.

Recherchiert von
Harald Eberle,
Projektleiter volare, Vorarlberger Landes-bibliothek