Stadt Bregenz jubelt nicht

25.04.2017 • 17:35 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Die Landeshauptstadt bilanzierte 2016 erneut besser als erwartet, doch es gibt einen Haken.

Bregenz. (VN-ger) Ein positives Ergebnis im „laufenden Betrieb“, weniger Ausgaben bei den Investitionen und somit in Summe ein ausgeglichener Haushalt für das Jahr 2016 – einen Grund zum Jubeln sieht der Bregenzer Bürgermeister Markus Linhart dennoch nicht: „Der Rechnungsabschluss 2016 gibt beim ersten Hinschauen Anlass zu großer Freude, weil er zu keiner Neuverschuldung führt und wir damit den Schulden-Rücklagen-Saldo um etwa eine halbe Million verbessern“, analysiert das Bregenzer Stadtoberhaupt. Einen Dämpfer bekomme die Bilanz allerdings durch die budgetierten Investitionen in der Höhe von etwa acht Millionen Euro für die Seestadt, die nicht getätigt wurden. „Das schieben wir rüber ins nächste Jahr und soweit es das braucht, in das nächste Jahr und so weiter.“

Insgesamt hat die Stadt Bregenz im Vorjahr 12,6 Millionen Euro investiert. Der größte Brocken war dabei der Schulcampus Schendlingen, der mit knapp acht Millionen Euro zu Buche schlug. Und: Das Thema Schule und Kinderbetreuung bleibe auch weiterhin das absolut dominierende Thema. „Die Kinderbetreuungseinrichtungen sind alle knallvoll. Alle Vorhersagen wurden gesprengt“, sagt Linhart. Daher soll noch heuer in der Wuhrwaldstraße eine neue Kleinkinderbetreuung eröffnet werden.

Ebenfalls geplant ist, den Kindergarten Gebhard neu zubauen und den Kindergarten Kolumban von der Pfarre zu übernehmen und zu erweitern. Wobei die Stadt ein Riesenproblem habe, Kinderbetreuungspersonal zu finden. Im Sinne der Vergrößerung des Marktes regt Linhart daher an, „gewisse Abstriche bei der Qualifikation“ zuzulassen.

Rechnungsabschluss

» Budgetvolumen (inkl. außerbudgetärer Finanzierungen) 105,7 Mill. Euro (+7,89%)

» Investitionen:
12,6 Mill. Euro (+16,6%)

» Gesamtschuldenstand:
64,4 Mill. Euro (+11,2%)

» Abgabeerträge:
63,8 Mill. Euro (+2,55%)

» Personalkosten:
29,3 Mill. Euro (+3,62%)