Jahreskarte spült Geld in die Kassen

26.04.2017 • 16:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Fahrscheinverkäufe sind leicht zurückgegangen, Jahreskarten machen das wett. Die Einnahmen sind in drei Jahren um 18 Prozent gestiegen.  PS
Fahrscheinverkäufe sind leicht zurückgegangen, Jahreskarten machen das wett. Die Einnahmen sind in drei Jahren um 18 Prozent gestiegen. PS

Fahrscheinerlöse gestiegen: 365-Euro-Ticket auch wirtschaftlich ein Erfolg.

Bregenz. (VN-mig) Als der Verkehrsverbund Vorarlberg (VVV) im Jänner 2014 mit der Tarifreform günstige Jahreskarten einführte, gab es erhebliche Bedenken. Die 96 Gemeinden, die gemeinsam mit dem Land als Aufgabenträger von Bus und Bahn auch die finanzielle Last tragen, fürchteten weitere Belastungen. „Dass die Gemeinden draufzahlen, hat sich nicht bewahrheitet“, sagt der zuständige Landesrat Johannes Rauch (58). Eine entsprechende Landes-Garantie gegen Abgänge der Kommunen sei nicht beansprucht worden. Im Gegenteil: „Es ist zu einem Überschuss gekommen, der unter den Gemeinden aufgeteilt wurde“, spricht Rauch auch von einem wirtschaftlichen Erfolg der 365-Euro-Tickets.

Bus und Bahn haben viele neue Kunden gewonnen. Aus gelegentlichen Nutzern des öffentlichen Angebots wurden regelmäßige Fahrgäste. So wurden im Vorjahr 65.755 Maximo-Jahreskarten abgesetzt. 2013 – also vor der Einführung des neuen Tickets – wurden in Vorarlberg lediglich 50.597 Jahreskarten verkauft. Die Jahreskarte spült kräftig Geld in die Kassen. Aktuelle Zahlen, die den VN vorliegen, machen das deutlich. Der durchschnittliche Erlös je Ticket ist demnach innerhalb von drei Jahren von 146 Euro auf 180 Euro gestiegen. So gibt es zwar bei Fahrscheinverkäufen (Einzel-, Tages-, Wochen- und Monatskarten) leichte Rückgänge im niedrigen einstelligen Bereich. Gleichzeitig sind die Jahreskartenumsätze allerdings um 68 Prozent angestiegen.

18 Prozent höhere Einnahmen

Die Einnahmen durch die Kartenverkäufe des Verkehrsverbunds haben in Summe deutlich zugelegt. Mit 28,6 Millionen Euro liegt das Plus zwischen 2013 und Ende 2016 bei 18 Prozent. Vom finanziellen Erfolg der Tarifreform sollen auch die Nutzer des Angebots profitieren, heißt es seitens der Verantwortlichen. „Dieser Erfolg wird den Fahrgästen in Form zusätzlicher Kapazitäten, einem verbesserten Taktangebot und höherer Qualität zurückgegeben“, so Landesrat Rauch zu den VN.

Dass die Gemeinden draufzahlen, ist nicht passiert.

LR Johannes Rauch