Nach Onlinedate vergewaltigt

28.04.2017 • 20:27 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Polizei bittet um Hinweise zur Person auf diesem Phantombild.  LPD
Die Polizei bittet um Hinweise zur Person auf diesem Phantombild. LPD

Zunächst harmlose Internetbekanntschaft endete mit Sexualverbrechen an 16-Jähriger.

Rankweil. (VN-gs) Es begann Mitte April, als eine jugendliche Vorarlbergerin aus dem Großraum Rankweil von einem unbekannten Mann über den Instant-Messaging-Dienst „SnapChat“ angeschrieben wurde. So ging es zwei Tage lang, und nach dem Austausch von kurzen Nachrichten gab der Unbekannte an, gerade in der Nähe der 16-Jährigen zu sein und ein Gespräch mit ihr zu suchen.

In ihrer Verunsicherung verweigerte die Jugendliche zunächst die Bekanntgabe ihrer Adresse. Doch der Fremde ließ nicht locker. Nach mehreren Anrufen via SnapChat gelang es ihm dann schließlich doch, das Mädchen zu einem verhängnisvollen Fehler zu überreden: Sie gab ihm ihren Wohnort bekannt. Am 19. April gegen 23 Uhr stand der Mann vor der Türe der Jugendlichen, die zu diesem Zeitpunkt allein zu Hause war. Laut Polizei fiel der Mann anschließend über die 16-Jährige her und vergewaltigte sie.

Erfundene Angaben

Laut Stefan Morscher von der Landespolizeidirektion hatte das Opfer die Tat sofort zur Anzeige gebracht. Das Mädchen gab den Ermittlern daraufhin die persönlichen Daten des Täters an, die der Unbekannte während der vorangegangenen Anrufe an sie übermittelt hatte. So etwa seine angebliche Identität, sein Alter und noch weitere Merkmale. Doch die meisten seiner Angaben stellten sich bei der polizeilichen Überprüfung als erfunden dar, der Mann wurde zum Phantom.

Deshalb berichtet die Polizei auch erst Tage nach der Tat über das Sexualverbrechen. „Erst musste die Staatsanwaltschaft die Veröffentlichung eines Phantombilds genehmigen“, begründet Morscher, dem die Masche eines Rendezvous über die genannte Chat-Plattform noch nie untergekommen sei. Für die Polizei sind deshalb Hinweise zur Person auf dem Phantombild wichtig, die selbstverständlich streng vertraulich sind.

Täterbeschreibung

» Mann, zirka 18 bis 25 Jahre alt,

» etwa 180 bis 185 cm groß,

» schlank, starke Hände/Finger,

» gepflegtes Äußeres,

» am Oberkopf schwarze (nicht dunkelbraune), zurück gegelte acht bis zehn cm lange Haare, die Seiten kürzer geschoren,

» einzelne Barthaare entlang des Kiefers und am Kinn,

» helle Augen,

» sprach Vorderländer/Feldkircher Dialekt