Glückliche Schweinchen tun uns gut

Vorarlberg / 03.05.2017 • 18:42 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Tierschutzpreisträgerin Sieglinde Breuss aus Übersaxen mit ihren glücklichen und ganz besonders zutraulichen Freilaufschweinen.  Foto: VD
Tierschutzpreisträgerin Sieglinde Breuss aus Übersaxen mit ihren glücklichen und ganz besonders zutraulichen Freilaufschweinen. Foto: VD

Unserer Seele und unserer Gesundheit. Glücksbringer gut behandeln!

Schwarzach. Bis Ende Mai haben alle Tierfreunde und Tierhalter die Möglichkeit, sich für den Vorarlberger Tierschutzpreis 2017 anzumelden, um mit gutem Beispiel voranzugehen und aufzuzeigen, dass Tierwohl nicht nur gut für unsere Gesundheit – am Ende der Nahrungskette – ist, sondern auch unserer Seele guttut.

Tierwohl rechnet sich auch wirtschaftlich. Keine toxische, erbarmungslose, grausame, industrielle Massentierhaltung! Soll heißen: Weniger Tiere, diese liebe- und respektvoll behandeln und halten. In der Mast mit Auslauf und viel Stroh, damit sie Nester bauen können. Oder ganz kleine Grüppchen in Freilandhaltung in natürlicher Umgebung. Das wird im Land zum Glück immer mehr praktiziert.

Zu wenig Eigenversorgung

Allerdings ist die Eigenversorgung mit Schweinefleisch in Vorarlberg sehr gering und liegt bei unter zehn Prozent. Das bedeutet, dass über 90 Prozent des in Vorarlberg gegessenen Schweinefleischs, viel davon versteckt sich in Würsten, Schinken und Speck, nicht aus bäuerlichen Vorarlberger Betrieben stammt. Vorarlberg war aufgrund der geografischen und klimatischen Bedingungen auch nie ein Bundesland, in dem viele Schweine gehalten wurden. Aber einige doch, so wurden laut Landwirtschaftsbericht Vorarlberg 2016 in Vorarlberg im Jahr 2015 rund 8000 Schweine gehalten.

Molke gut für Miss Piggy

Bei der Käseproduktion auf unseren Alpen fällt als Nebenprodukt der Käseerzeugung Molke an. Diese Molke ist ein hochwertiges Futtermittel für Schweine, die Alp-Schweine. Durch den hohen Gehalt an Mineralstoffen in der Molke muss den Schweinen aber unbedingt zusätzlich ständig ausreichend Tränkewasser angeboten werden. Die geringen Stückzahlen an gehaltenen Schweinen und der geringe Eigenversorgungsanteil eröffnet uns in Vorarlberg eine wunderbare Nische. Diese liegt in einer besonders tierfreundlichen Schweinehaltung in einer Freilandhaltung oder in Ställen mit Auslauf ins Freie und einem mit Stroh eingestreuten Liegebereich sowie einem Fressbereich, z. B. mit Spaltenboden. Kurze Transportwege, regionale Schlachtung und ehrliche Vermarktung wären in Vorarlberg in einem Hochpreissegment möglich: Höchstwertige Lebensmittel, ethisch vertretbar, ehrlich in der Vermarktung.

Diese Beispiele vorbildlicher Schweinehaltung werden für den Tierschutzpreis gesucht und auf diesem Wege auch den Konsumenten bekannt gemacht, die hochwertige und ethisch vertretbare Lebensmittel bei uns in Vorarlberg suchen. Ein Win-win-Effekt für die Tiere, für die Landwirte, für die Umwelt und ganz besonders für die (qualitäts)bewussten Konsumenten.

Anmeldung.
PDF zum Download: http://VN.AT/su9vU5