Neue Hoffnung für alten Torggel

10.05.2017 • 17:29 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Derzeit wird geprüft, ob ein Teil des Gebäudes doch erhalten bleiben kann. Foto: VN/hartinger
Derzeit wird geprüft, ob ein Teil des Gebäudes doch erhalten bleiben kann. Foto: VN/hartinger

Architekten prüfen Möglichkeiten zum teilweisen Erhalt des Gebäudes in Röthis.

Röthis. Groß war der Aufschrei, als bekannt wurde, dass dem ehemaligen Haubenlokal Torggel in Röthis der Abriss droht. Schnell formierte sich eine Bürgerinitiative, die sich vehement für den Erhalt des Ensembles neben der Röthner Kirche einsetzt. Nun scheint der Aufschrei der 400 Unterstützungserklärungen, die die Initiative gesammelt hat, groß genug gewesen zu sein, um neue Hoffnung zu schöpfen. „Es gibt jetzt erst einmal eine sechswöchige Nachdenkpause“, erklärte Prisma-Geschäftsführer Egon Hajek. Er hat sich in der vergangenen Woche gemeinsam mit dem Röthner Bürgermeister Roman Kopf und Eigentümer Roman Rauch vor Ort am Torggel getroffen und erneut über die Pläne und den Abbruch diskutiert. „Die emotionale Bindung der Röthner zum Haus ist sehr groß. Deshalb hat sich der Eigentümer entschlossen, den Architekten Carlo Baumschlager zu beauftragen, die Möglichkeiten für den Erhalt eines Teils des Ensembles aufzuzeigen“, meint Kopf.

Nutzung für Wohnungen

Klar sei, dass nur der vordere Teil des Hauses stehen bleiben könne und die Nutzung für Wohnungen feststehe. Ein neues Gasthaus wird es im alten Torggel somit nicht geben. Dennoch zeigt sich Kopf erfreut darüber, dass jetzt ein Projekt in Betracht gezogen werde, das den Erhalt von Teilen des Ensembles vorsieht.

Prisma ist mit der Ausarbeitung eines Nachfolgeprojekts im Röthner Ortskern betraut. Im März wurden der Gemeindevertretung die Pläne präsentiert. Bei einem internen Wettbewerb hatte sich der Entwurf des Büros Baumschlager Hutter Partners durchgesetzt. In der Jury saß auch der Röthner Bürgermeister. Wie berichtet, sollten zwei Neubauten samt Tiefgarage gebaut werden. Der Abriss ist möglich, weil das Bundesdenkmalamt das Gebäude nicht als schützenswert eingestuft hat. „Vom Tisch sind diese Pläne aber nicht“, betont Bürgermeister Kopf.

Ich bin froh, dass der mögliche Erhalt abgeklärt wird.

Roman Kopf