50 Jahre Lebensglück

Vorarlberg / 02.06.2017 • 15:25 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Roswitha und Adolf an ihrem schönstenTag.
Roswitha und Adolf an ihrem schönstenTag.

Kristberg. Heute, am 3. Juni, feiern Roswitha und Adolf Zudrell ihre goldene Hochzeit. Wie kam es, dass ein Wälder Mädel auf den Kristberg kommt? Die Liebesgeschichte begann im Oktober 1966 beim Älpler-Ball im Hotel Krone in Schoppernau. Adolf spielte mit den „Lustigen Silbertalern“ zum Tanz auf, Roswitha bediente die flotten Montafoner Musiker. Ihm gefiel das schneidige Mädel gleich und er meinte, er komme nochmals vorbei. Dabei erzählte er ihr von seinem Gasthaus am Kristberg. Sie trafen sich vier Mal und dann machte er ihr im Café Tanner in Dornbirn seinen Heiratsantrag. Roswitha sagte Ja, „und wenn es was wird, nehmen wir dein Wirtschäftli met“. Und bald darauf läuteten in Schoppernau die Hochzeitsglocken für das junge Paar.

In Großfamilien aufgewachsen

Roswitha, geb. Moosbrugger, wurde 1941 in Schoppernau geboren und wuchs mit elf Geschwistern auf. Ihre Eltern betrieben das Hotel Krone. Nach der Schule absolvierte sie bravourös die Hotelfachschule in Schloss Hofen und trat dann in den elterlichen Betrieb ein. Adolf erblickte 1940 in Silbertal das Licht der Welt und erlebte mit 13 Geschwistern eine unbeschwerte Kindheit. Die Eltern hatten eine Landwirtschaft und der Vater war Enzianbrenner und Küfer. Nach der Schule absolvierte er eine Bäckerlehre in Schruns. In kurzer Zeit erlernte er im In- und Ausland das nötige Fachwissen. Seit 1960 spielte Adolf bei den Lustigen Silbertaler Klarinette und Schlagzeug und sang dazu. Mit 23 Jahren kaufte der umsichtige Montafoner per Handschlag die Jausenstation „Sadatta“ am Kristberg und bewirtschaftete diese mit seinen Schwestern.

Familiengründung

Frisch vermählt, baute das tüchtige Paar die Jausenstation um. Die Freude war groß, als 1968 Tochter Silvia auf die Welt kam. Ihr folgten die Kinder Roland, Jürgen, Karin, Günter und Wolfgang. Somit war das Glück der Eltern komplett. Sie erzogen ihre Kinder zu tüchtigen, im Leben stehenden Menschen. Roswitha war mit Leib und Seele Mutter, Gastwirtin, Bedienung und Köchin. Adolf, der geborene Wirt, übernahm die Schank und spielte für die Gäste. Viele Gäste aus Nah und Fern besuchen bis heute das beliebte Ausflugsziel am Sonnenberg. Oft hieß es „d‘r Adolf lots wedr amol rücha“, gingen doch viele Feste im Gasthof über die Bühne. Gerne erzählt der Gastronom seinen Besuchern in der Kapelle authentisch und humorvoll die Geschichte von der St. Agatha Kapelle und von der Bergknappenzeit.

Ruhestand als Unruhezustand

Vor einigen Jahren übergab Adolf den Panoramagasthof an seinen Sohn Jürgen, der den Betrieb mit seinem Team erfolgreich im Sinne der Vision seiner Eltern weiterführt. Gerne helfen Roswitha und Adolf im Gasthof aus und sind mit Rat und Tat zur Stelle. Für Zweisamkeit mit Roswitha hat Adolf immer Zeit. Viel Freude erleben sie auch mit ihren elf Enkeln. Ist die Saison vorbei, verreist das Paar gerne mal ans Meer oder besucht andere Gegenden.

Lebensglück

Was ist das Rezept für eine glückliche Ehe? „Es ist die Liebe, die trägt und der Respekt voreinander“, sagt die herzliche Wahl-Montafonerin. Der charmante Wirt ergänzt: „Wir haben immer am gleichen Strang gezogen“, und drückt seine große Liebe. Das hohe Fest feiert das sympathische Jubelpaar am 4. Juni mit dankbarem Herzen in der Knappenkapelle. Anschließend gibt es ein gebührendes Fest im Panoramagasthof. Alle geladenen Gäste wünschen den jung gebliebenen und erprobten Eheleuten noch viele schöne und gesunde gemeinsame Jahre!

Mit dankbarem Herzen genießen Roswitha und Adolf Zudrell ihr Lebensglück am Silberberg.  Foto: est
Mit dankbarem Herzen genießen Roswitha und Adolf Zudrell ihr Lebensglück am Silberberg. Foto: est