Baustelle inmitten Montafoner Berge

Vorarlberg / 05.06.2017 • 19:21 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Die Tübinger Hütte.
Die Tübinger Hütte.

Tübinger Hütte wird in den kommenden drei Jahren um eine Million Euro runderneuert.

Gaschurn. (VN-js) Die Tübinger Hütte, im hinteren Garneratal im Ortsgebiet von Gaschurn gelegen, ist Ausgangs- und Endpunkt vieler Silvretta-Touren. Die Hütte der Sektion Tübingen des Deutschen Alpenvereins wurde im Jahr 1908 erbaut und zwischen 1978 und 1980 erweitert. In den kommenden drei Jahren soll das auf 2193 Metern gelegene alpine Schutzhaus der 1. Kategorie einer umfangreichen Frischzellenkur unterzogen werden. In der auf 341 Metern befindlichen 89.000-Seelen-Stadt in Baden-Württemberg spricht man in diesem Zusammenhang von Tübingens höchster Baustelle. Nicht weniger als eine Million Euro soll in die groß angelegte Sanierung der Schutzhütte investiert werden.

Mit Liebe zum Detail

„Die Tübinger Hütte ist unser Vereinsstandort für alpine sportliche Betätigung und bietet abseits vom alpinen Trubel das perfekte Umfeld für Ruhe und Erholung für Mitglieder und Nichtmitglieder“, sagt Geschäftsführer Matthias Kohlenberger. Ihm zufolge soll die Sanierung „mit Liebe zum Detail“ vonstatten gehen. Während man einerseits die „Urigkeit der Tübinger Hütte beibehalten“ wolle, zielt die Sektion Tübingen mit den baulichen Maßnahmen zudem darauf ab, „die Auslastung unter der Woche zu steigern“. Auch was den Brandschutz anbelangt, muss die Hütte, die in der Regel vom 1. Juli bis 30. September bewirtschaftet ist, auf den Stand der aktuellen Auflagen gebracht werden.

Neuer Eingang

Der erste und zugleich größte Bauabschnitt soll Mitte Juni gestartet werden und rund acht Wochen dauern. „Zielsetzung ist es, die Bausub­stanz langfristig zu erhalten, die vorhandene Energie mit bestimmter Regelungstechnik gezielter zu nutzen sowie ein angenehmes Wohnklima zu schaffen“, informiert Dirk Anhorn vom Projektteam Sanierung. Neben der Errichtung eines neuen Gruppenraums kommt es im Zuge der Baumaßnahmen, für die heuer rund 550.000 Euro aufgewendet werden, zudem zum Umbau sowie der Vergrößerung der Trockenräume, zur Fertigstellung des Dachspitzlagers und auch zur Neuaufteilung von Küche und Gastraum. Die Verlegung des Eingangs stellt einen weiteren großen Eingriff in das bestehende Gebäude dar. Zu Saisonende Mitte September werden die Arbeiten neuerlich aufgenommen. Dann wird es zum Ausbau der Sanitäranlagen kommen.

Aufgrund der exponierten Lage stellt die Baustelle logistisch eine große Herausforderung dar. „Das Material muss über die Garnerastraße und dann weiter mit der Materialseilbahn transportiert werden“, führt Kohlenberger aus. „Große Lasten müssen mit dem Hubschrauber eingeflogen werden“, ergänzt er. Wie viele Fahrten bzw. Flüge erforderlich sind, könne derzeit noch nicht eingeschätzt werden. „Während der Bauphase kann der Betrieb nahezu uneingeschränkt aufrechterhalten werden“, versichert Hüttenreferent Winfried Epple.

Baustelle inmitten Montafoner Berge