„Der Einbrecher zog sich meine Schuhe an“

Vorarlberg / 12.06.2017 • 22:17 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
„Der Einbrecher zog sich meine Schuhe an“

Altacher Ehepaar Schedler wurde am helllichten Tag Opfer eines Einbrechers.

Altach. Der Dienstag nach Pfingsten war ein verregneter Tag. Deshalb fuhren Hartmut Schedler und seine Gattin Heidemarie um 7.45 Uhr morgens von ihrem Haus in Altach nach Dornbirn, um Einkäufe zu erledigen.

„Überall Scherben“

Als sie um 11.15 Uhr wieder nach Hause kamen, fiel dem Ehepaar zunächst nichts auf. „Ich schloss das Garagentor auf und wir begaben uns ins Haus“, erinnert sich der 58-jährige Altacher gegenüber den VN. Doch dann, in den Räumlichkeiten ihres schmucken Wohnhauses, der große Schock: „Alle Türen waren aufgerissen, Schubladen durchwühlt und überall lagen Scherben herum.“

Die Glastüre zum Garten – mit einem Stein zerschlagen. „Hier kam der Einbrecher rein. Am helllichten Tag! Seitdem bin ich aufgelöst, wir stehen noch unter einem Trauma“, sagt Hartmut Schedler. „Wir alarmierten umgehend die Polizei. Die Beamten waren sofort da, wir durften das Haus für zwei Stunden nicht betreten – wegen der Spurensicherung.“

Apropos Spurensicherung. Was die Beamten dabei feststellten, verblüffte den Hausherrn: „Es waren die Abdrücke meiner eigenen
Hausschuhe, die ich nur im Garten trage. Der Einbrecher zog sich also meine Schuhe an, ehe er sich ins Haus begab“, erklärt sich Schedler das.

Videoüberwachung installiert

Doch der unbekannte Eindringling zog ohne Beute ab, denn: „Wir haben keinen Schmuck und kein Bargeld im Haus, das trage ich in der Tasche“, sagt der Altacher. Doch wie gesagt, das Trauma wirkt nach. Und veranlasste den 58-Jährigen sofort zu Maßnahmen für den Eigenschutz: „Ich habe danach gleich eine Videoüberwachungsanlage im Haus installiert“, so das Einbruchsopfer. Denn Schedler ist sich sicher: „Der Einbrecher hat die Umgebung und unser Wohnhaus vorher ausspioniert. Er wusste genau, wann er zuschlagen muss.“ Und noch eins: „Am nächsten Tag haben wir erfahren, dass auch in der Nachbarschaft Einbrecher am Werk waren.“

Über facebook brachte Schedler sein schlimmes Erlebnis an die Öffentlichkeit. „Wachsam sein!“, titelt er
darin seinen Beitrag. Er möchte die Bevölkerung sensibilisieren. Und wundert sich auch gleich etwas über die öffentliche Informationspolitik: „Niemand warnt die Bürger!“

 

„Der Einbrecher zog sich meine Schuhe an“
„Der Einbrecher zog sich meine Schuhe an“
Durchwühlte Zimmer, eine eingeschlagene Gartentüre: Helmut Schedler schaffte sich eine Videoüberwachungsanlage an.  VN/Sohm/Schedler
Durchwühlte Zimmer, eine eingeschlagene Gartentüre: Helmut Schedler schaffte sich eine Videoüberwachungsanlage an. VN/Sohm/Schedler