Kleinbus kracht in Wälderbähnle

Vorarlberg / 16.06.2017 • 22:25 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Schwerverletzten wurden mit dem Militärhubschrauber in das fiktive Krankenhaus nach Egg geflogen.
Die Schwerverletzten wurden mit dem Militärhubschrauber in das fiktive Krankenhaus nach Egg geflogen.

Die Rotkreuz-Bundesübung „Would 2017“ findet dieser Tage im Bregenzerwald statt.

Andelsbuch, Egg. Mit Blaulicht und Sirene treffen die ersten Rettungskräfte am Unfallort in Bersbuch ein. Einsatzleiter Wolfgang Rabeder verschafft sich einen Überblick über das Unglück. Ein voll besetzter Kleinbus ist von der Straße abgekommen, einen Abhang hinuntergestürzt und in das vorbeifahrende Wälder­bähnle gekracht. Verletzte Personen mit Wunden an Kopf, Armen und Beinen rufen um Hilfe. Während die Feuerwehrleute über Leitern zu dem unzugänglichen Unglücksort hinunterklettern, bauen die Teams des Roten Kreuzes Zelte zur Erstversorgung auf.

Proben für den Ernstfall

Was aussieht wie ein echter Unfall, ist glücklicherweise nur ein Übungsszenario anlässlich der Rotkreuz-Bundesübung „Would 2017“. Seit Donnerstag proben Rotkreuz-Einheiten aus ganz Österreich verschiedene Großunfälle und Katastrophen im Gebiet Egg und Mellau. „Niemand außer dem Organisationsteam weiß, wann die Alarmierungen stattfinden, um welche Einsätze es sich handelt und welche Einheiten daran teilnehmen“, erklärt Landesrettungskommandant Werner Meisinger. Neben 450 Rotkreuzlern sind auch Polizei, Feuerwehren, Berg- und Wasserrettung, die Rettungshundebrigade, das Kriseninterventionsteam, zwei Militärhubschrauber und ein Polizeihubschrauber an der Bundesübung beteiligt. „99 Prozent der Einsatzkräfte sind Ehrenamtliche“, lobt Meisinger das Engagement. Hinzu kommen 600 Verletztendarsteller.

Während die letzten Schwerstverletzten von der Feuerwehr mittels Kran geborgen werden, fliegen die beiden Rettungshubschrauber des Bundesheers die Schwerverletzten in das fiktive Krankenhaus nach Egg. Heute, Samstag, müssen die Einsatzkräfte zu einem Busunfall in Bizau ausrücken.

Knapp 160 verletzte und unverletzte Personen wurden von den 60 Einsatzkräften versorgt. Fotos: VN/Steurer
Knapp 160 verletzte und unverletzte Personen wurden von den 60 Einsatzkräften versorgt. Fotos: VN/Steurer

Link zum Video: http://VN.AT/subW7n