Zum Gedenken

Vorarlberg / 18.06.2017 • 17:53 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Daniela Tschann

Egg. Daniela wurde am 21. Februar 1979 als zweites von drei Kindern den Eltern Marianne und Rudolf Sutter geboren und ist auf dem Rain mit tollen Nachbars-

kindern

aufgewachsen. Spielen im Freien liebte sie. Nach der Volks- und Hauptschule Egg und der Haushaltungs- und Handelsschule Bezau, wo Zeichnen und Rechnen ihre Lieblingsfächer waren, sollte eines von diesen beiden ihre Berufslaufbahn prägen. Bei der Firma Sutterlüty in Schwarzach als Kassiererin und dann im Büro der Zentrale in Egg – wo sie viele Jahre arbeitete, fand sie Erfüllung im Beruf. 2003 begegnete sie Joe Tschann aus Satteins. Mit ihrer großen Liebe feierte sie vier Jahre später in Bildstein Hochzeit. Die beiden bezogen ihre Eigentumswohnung in Hohenems. Joe war immer für seine Daniela da – in guten und in schlechten Zeiten. Zu ihren zwei Patenkindern hatte Daniela eine herzliche Beziehung.

Die Liebe zur Natur ist ihr von Kindheit an geblieben. Gerne spazierte sie am Bodensee entlang. Tanzen, gutes Essen oder ein Gläschen mit ihren Freundinnen und ihrer Schwester Gitte genoss sie. ‚Dann durfte Daniela Mama werden – ein Geschenk des Himmels. Sarah und Jonas sind das Geschenk des Himmels. In jedem Wort, in jedem Blick, in jeder Berührung schwingt Nähe, Vertrauen und Fürsorge mit. Mama sein ist das Allertollste‘. So formulierte Daniela selbst ihr Mutter-Sein.

Das meiste nahm Daniela gelassen an, sie war ein ruhiger und geduldiger Mensch – ehrlich und aufrichtig. Sicher hat das dazu beigetragen, dass sie ihre Krankheit annehmen konnte. Für sie waren Liebe, Hoffnung, Vertrauen und Geborgenheit wichtig.

Nun müssen Familie und Freunde ihre liebe Daniela loslassen. Hoffnung auch in der Trauer sprach aus den Texten in den Gottesdiensten zur Verabschiedung.

Pfarrer Friedl Kaufmann formulierte es in der Predigt so: ‚Für Daniela dürfen wir glauben, dass sie von Gott zum Mahl eingeladen wurde, um das Fest des Lebens zu feiern – und jetzt in einem anderen Licht bei uns ist‘. Für die Jahrgänger verabschiedete sich Melanie Schneider. Sängerinnen und Sänger aus dem Bekanntenkreis sangen die Lieder zur Liturgie, die von Angehörigen und Kollegen mitgestaltet wurde. Möge Daniela nun leben in einem ganz neuen Licht!

Martha Mayer

Egg. Martha wurde am 21. Februar 1930 als Jüngste der acht Kinder der Familie Troy am Pfister geboren. Sägewerk und Elternhaus

gehörten

zusammen. Dort spielte sich das Leben der Großfamilie ab. Zu ihren Geschwistern hatte sie immer eine sehr gute Beziehung. Heimlich Ski- und Radfahren, Scherze und gesellige Aktionen gehörten zu Martha. Sie war es von Anfang an gewohnt, für andere da zu sein. Die Mithilfe daheim und später die Pflege ihrer Eltern waren selbstverständlich. Als Gründungsmitglied der Rotkreuz-Abteilung Egg war sie oft bei den Fahrten Begleiterin. Geselligkeit, gute Nachbarschaft, Humor, Singen zeichneten sie aus. Das schätzten auch ihre Gäste. Mehr als 40 Jahre lang sang sie im Kirchenchor und hat so die Herzen der Menschen höherschlagen lassen, damit die Gegenwart Gottes in unserem Leben hörbar, erlebbar und spürbar werden konnte. An diesen Gott hat sie geglaubt, ihm vertraut, dass er Wegbegleiter, Beschützer ist. So formulierte es Pfarrer Friedl Kaufmann beim Verabschiedungsgottesdienst. Doch noch einmal zurück zu Marthas Lebenslauf: Mit ihrem Gatten Walter Mayer war sie fast 60 Jahre verheiratet. Schönes und Schweres haben sie miteinander geteilt, so auch den Tod ihres ersten Kindes Markus, nur zwei Wochen alt. Für ihre weiteren vier Kinder, die Schwiegerkinder und elf Enkel war Martha die wunderbare Mitte. Ihr Garten und ihre Küche waren einzigartig. Nicht nur die Familie durfte diese genießen, sondern auch viele Arbeiter der Firma Troy, die sie oft verköstigt hat. Verständnis und Toleranz hatten in Marthas Leben Priorität. Was tat sie nicht alles für den Fußball! Selbst wenn ihre schönen Rosen zerstört wurden, lächelte sie. Sie war ein gütiger Mensch, herzlich, optimistisch, aufbauend, liebenswert, fürsorglich und bescheiden. Für viele Menschen, die mit ihren Anliegen zu Martha kamen, hatte sie ein offenes Ohr und Herz. Und, wie man auf dem Bild sieht, war sie eine schöne „Jüpplare“, eine echte Wälderin. Nach kurzer, schwerer Krankheit hat sie ihren Heimweg angetreten. Die Gottesdienste wurden vom Kirchenchor sowie von ihren Angehörigen und Verwandten mitgestaltet. Ehrende Worte sprach im Namen des Kirchenchores Adalbert Wackerle. Möge Martha nun in Gottes neuem Licht wohnen.