Falschinformation: Das können Sie dagegen tun

Vorarlberg / 19.06.2017 • 18:00 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Fragwürdige News-Seiten sind manchmal an seltsamen Domain-Namen wie com.co zu erkennen. Ein weiteres Alarmzeichen: wenn der Bereich „Über uns“ vage oder leer ist.

Höchst verdächtig: Zitate und Zahlenangaben in angeblichen Nachrichten, die sich nicht googeln lassen.

Die Erstquelle sagt viel aus. Wenn Sie die Nachricht, dass sich der Papst dem IS angeschlossen hat, nicht auf Nachrichtenportalen wie z. B. Kleine Zeitung oder CNN finden, sondern in einem obskuren Nachrichtendienst via Facebook gepostet sehen, hat das üblicherweise einen Grund: Die Nachricht ist gefakt. Faustregel: Je mehr Nachrichtendienste über ein Ereignis berichten, desto eher ist es auch wirklich passiert.

Haarsträubendes Webdesign und ÜBERREICHLICHER GEBRAUCH VON VERSALIEN zeigen üblicherweise auch unseriöse Nachrichtenseiten an.

Ist eine Story augenscheinlich darauf angelegt, Leser extrem wütend oder extrem berührt zurückzulassen, ist immer Vorsicht angebracht. Wer derlei teilt, trägt meist nichts zur Verbreitung von Nachrichten bei, sondern nur zur Bereicherung ihres „Fabrikanten“ – der so Werbegeld verdient. Prüfen Sie den Wahrheitsgehalt emotionalisierender Meldungen auf anderen Websites.

Grundregel: Wer neben seiner favorisierten auch andere Websites frequentiert, hat üblicherweise einen ganz guten Überblick über die Nachrichtenlage. Und das ziemlich verlässlich

außerhalb der Filterblasen.

Grundsätzlich liegt man natürlich niemals falsch, wenn man bekannt seriöse Nachrichtenanbieter frequentiert. Auch wenn, je nach Interessenlage, der Newswert einzelner Geschichten hinterfragenswert erscheinen mag: Fake News sind es zumindest nicht.