Sorgenfrei in die Mobilitätszukunft

Vorarlberg / 20.06.2017 • 18:22 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Christoph Lenz: Elektromobilität ist die Technologie der Zukunft.
Christoph Lenz: Elektromobilität ist die Technologie der Zukunft.

Private Elektrotankstelle für Wohnungseigner: Lenz Wohnbau vertraut neuer Ladeinfrastrukturlösung.

Weiler. (VN) Die Zukunft der Mobilität ist elektrisch. In diesem Urteil ist sich das Gros der Mobilitätsexperten einig; und Christoph Lenz, Geschäftsführer des gleichnamigen Bauträgers in Weiler, vertraut darauf. Ein Umstand, für den das Familienunternehmen auch gewillt ist, Mehrkosten bei der Errichtung einer Wohnanlage in Kauf zu nehmen.

Lohnender Mehraufwand

So geschehen in Feldkirch-Altenstadt: „Obwohl bereits alle Einheiten verkauft waren, haben wir uns aufgrund einer neuen und sinnvollen Lösung der VKW dazu entschlossen, die Anlage in Sachen Elektromobilität zukunftsfit zu machen“, erklärt Christoph Lenz. Ein stärkerer Hausanschluss sowie eine erweiterte Kabeltrassierung schlugen während der Bauarbeiten mit Zusatzkosten zu Buche. Ein Mehraufwand, den man im Sinne der neuen Eigentümer gerne in Kauf genommen habe.

„Es ist deutlich umständlicher, eine solche Lösung im Nachhinein zu installieren. Da die Ladeinfrastruktur für Elektroautos bei potenziellen Käufern immer stärker nachgefragt wird, haben wir uns daher zu dieser Investition entschlossen“, erläutert der Bauentwickler. Der Clou: Ein neu entwickeltes Lastmanagementsystem sorgt dafür, dass der Stromanschluss der Wohnanlage auch beim Ladevorgang mehrerer Elektroautos nicht überfordert ist. Das ist eine Herausforderung für die Vorarlberger Energienetze, benötigt ein E-Auto im Ladestatus doch genauso viel Energie wie eine durchschnittliche Wohneinheit. Im konkreten Fall der Wohnanlage von Lenz Wohnbau in Feldkirch-Altenstadt hätte dies zur Folge gehabt, dass nur vereinzelt Eigentümer eine eigene Ladestation an ihrem privaten Abstellplatz installieren hätten können.

Lastmanagementsystem

„Die neue Lösung stellt hingegen sicher, dass alle Eigentümer der 66 Wohneinheiten grundsätzlich eine private Ladestation installieren könnten. Das Lastmanagementsystem organisiert nun den Stromfluss“, weiß Lenz. Dieses Szenario sei zwar auf absehbare Zeit nicht realistisch: „Für die Käufer ist es aber beruhigend zu wissen, dass sie in Sachen Mobilität für die Zukunft gerüstet sind“, ist er sich sicher.

Wallbox-Installation

Lenz ist überzeugt: Die öffentliche Ladeinfrastruktur ist wichtig. Sie wird aber für den Durchbruch der Elektromobilität nicht ausreichen. „Die Menschen wollen ihr Elektroauto komfortabel daheim aufladen können, ohne in der Nacht wegparken oder Angst haben zu müssen, dass der Parkplatz vor der Ladestation bereits besetzt ist.“ Das sei nun gewährleistet. Sobald sich jemand für die Anschaffung eines E-Autos entscheidet, kann man sich von den VKW eine Wallbox installieren lassen; eine monatliche Miete vorausgesetzt. Mit derselben Karte, mit der österreichweit an öffentlichen Ladestationen Strom gezapft werden kann, kann das Elektroauto dann aufgeladen werden. „Sofern die infrastrukturellen und wirtschaftlichen Voraussetzungen stimmen, werden wir diese Lösung auch bei künftigen Anlagen einplanen“, so der Geschäftsführer von Lenz Wohnbau.

E-Mobilität

» Förderung Wallbox: Im Rahmen einer budgetär und zeitlich begrenzten Förderungsaktion wird die Installation einer E-Ladestelle mit einer Bundesförderung unterstützt (Miet-Wallboxen ausgenommen). Weitere Infos zur Förderungsaktion unter www.umweltförderung.at

» Öffentliche Ladeinfrastruktur Vorarlberg: Ladepunkte Typ 2 (208), Schnellladestationen (12), sonstige (128)