„Die Fluh“ war Mekka der Blasmusik

Vorarlberg / 25.06.2017 • 22:14 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Unbestrittener Höhepunkt bei jedem Musikfest: der große Fahneneinzug und der anschließende Gesamtchor mit mehr als 1000 Musikantinnen und Musikanten. Fotos: STP
Unbestrittener Höhepunkt bei jedem Musikfest: der große Fahneneinzug und der anschließende Gesamtchor mit mehr als 1000 Musikantinnen und Musikanten. Fotos: STP

80 Kapellen, Schützenkompanien und Trachtenvereine sorgten drei Tage lang für ein unvergessliches Fest.

Fluh (VN-stp) Die „7“ hat es dem Musikverein Fluh angetan, denn immer dann, wenn die Jahrzahl mit „7“ endet, rufen die Musikantinnen und Musikanten im Bregenzer Stadtteil zum Bezirksmusikfest. Das war 1997 beim 100-Jahr-Jubiläum so, wiederholte sich 2007 und jetzt folgte der dritte Streich – „Fluh 2017 – verbunden durch Generationen“ lautete das Motto, und dem wurde bereits am Freitag Rechnung getragen, denn das Programm des Seniorentreffens wurde zum Teil durch die Kindertrachtengruppe Hittis­au bestritten. Mit dabei auch die Polizeimusik oder die Line­dancer-Senioren.

Gleich drei Umzüge

So wie vor einem Jahr in Hohenweiler sah das bunte Programm auch diesmal auf der Fluh gleich drei Umzüge vor: Am Freitag machten die Nachbarn aus dem Allgäu sowie Kapellen aus Oberösterreich und Südtirol dem MV Fluh ihre Aufwartung, am Samstag fand dann ein Umzug statt, bei dem sich auch elf Schützenkompanien und zahlreiche Trachtengruppen zu den Musikkapellen gesellten, denn der MV Fluh hatte auch Schützen und Trachtler zum Musikfest eingeladen. Am Sonntag stand dann der klassische Umzug auf dem Programm, bei dem fast 40 Musikkapellen aufmarschierten – insgesamt zogen somit an drei Tagen rund 80 Musikvereine, Schützenkompanien und Trachtengruppen vom Fluher „Zentrum“ zum Festzelt – weitgereiste waren gleich mehrfach unterwegs.

Fast ein Monopol

Woher kam dieser rekordverdächtige Aufmarsch? Er ergab sich durch die Tatsache, dass heuer weder im Bregenzerwald noch im Bezirk Dornbirn Bezirksmusikfeste stattfinden. Das hat den Fluhern in die Karten gespielt, denn so kamen – in Ermangelung eigener Feste – Musikkapellen aus dem ganzen Land auf die Fluh, um zu feiern. Gleiches galt auch für die Wertungsspiele, bei denen sich der MV Großdorf den Tagessieg sicherte. „Wir hatten fast ein Monopol – und deshalb so viele teilnehmende Vereine, dass wir fast an die Grenzen gestoßen sind“, vermerkten die Organisatoren mit dem Dank an die vielen Helfer.

„Die Fluh“ war Mekka der Blasmusik
„Die Fluh“ war Mekka der Blasmusik