Jürgen Rehak wieder Chef der Apotheker

Vorarlberg / 25.06.2017 • 18:53 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Online-Handel setzt Apotheken unter Druck. Versorgungssicherheit als Gegenpol.

Höchst. Jürgen Rehak (57) von der Rhein-Apotheke in Höchst ist als Präsident der Vorarlberger Apothekerkammer wiedergewählt worden. Er steht der Landesgeschäftsstelle bis Juni 2022 vor. Ebenfalls im Amt bestätigt wurde Vizepräsidentin Susanne Schützinger-Österle (52). Die Bregenzerin vertritt die angestellten Apothekerinnen und Apotheker in Vorarlberg.

Große Herausforderungen

2007 wurde Jürgen Rehak erstmals zum Präsidenten der Vorarlberger Apothekerkammer gewählt, seit Jänner 2017 ist er auch Präsident des Österreichischen Apothekerverbands, der bundesweit die Interessen der selbstständigen Apotheker vertritt. Susanne Schützinger-Österle ist Mitarbeiterin in der Stadtapotheke in Bregenz und ebenfalls seit 2007 im Amt.

Rehak nennt die Bedingungen für die Vorarlberger Apotheken „sehr herausfordernd“: Der Verfall der Handelsspannen sei für die Betriebe ein echtes Problem. Der Onlinehandel setzt die Apotheken zusätzlich unter Druck. Zudem versuchen große Ketten, in den Handel mit rezeptfreien Arzneimitteln einzusteigen. „Wir können unsere Position nur mit guter Beratung und hoher Versorgungssicherheit behaupten“, ist Rehak überzeugt. Kurzfristig sei die geplante Einführung der E-Medikation für die Apotheken eine große Herausforderung.

In Vorarlberg existieren derzeit 51 öffentliche Apotheken. Sie beschäftigen knapp 600 Mitarbeiter, die täglich etwa 15.000 Kunden mit den benötigten Arzneimitteln versorgen. Dafür haben die Apotheken etwa 1,1 Millionen Medikamentenpackungen lagernd. Die Apotheken leisten pro Jahr etwa 2500 Nachtdienste und 350 Wochenenddienste, die sie ohne öffentliche Zuschüsse finanzieren.