Wasserratten müssen sich bis 2018 gedulden

Vorarlberg / 29.06.2017 • 18:41 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf dem Gelände des VAL BLU wird eifrig gearbeitet. Die Eröffnung des Freibads noch diesen Sommer ist aber vom Tisch.  Foto: VN/Hartinger
Auf dem Gelände des VAL BLU wird eifrig gearbeitet. Die Eröffnung des Freibads noch diesen Sommer ist aber vom Tisch.  Foto: VN/Hartinger

Arbeiten an neuer Bludenzer Freibadanlage verzögern sich. Eröffnung verschoben.

Bludenz. Als „ehrgeiziges Ziel“ hatte Bürgermeister Mandi Katzenmayer die Inbetriebnahme des runderneuerten VAL-BLU-Freibads im Sommer 2017 bezeichnet. „Irgendwann im Sommer 2017 wird es so weit sein“, hatte sich der Bludenzer Stadtchef beim offiziellen Spatenstich Anfang Dezember noch optimistisch gezeigt. Nun kommt es doch anders. Nach Angaben von Geschäftsführer Jakob Glawitsch hinkt man aktuell zwar nur leicht hinter dem Zeitplan her. Dennoch: Zur Eröffnung des neuen Bludenzer Freibads wird es 2017 definitiv nicht kommen.

Bauboom ist schuld

Zwar können die neuen Becken voraussichtlich Ende Juli planmäßig fertiggestellt, gefüllt und Mitte August in Betrieb genommen werden. Doch das allein reicht nicht. Denn: „Sowohl das Freigelände als auch das neue Zutrittsgebäude bei der Stadionstraße können für diese Badesaison nicht rechtzeitig fertiggestellt werden“, konkretisiert Bürgermeister Mandi Katzenmayer die Verzögerung. Somit wird das neue VAL-BLU-Freibad erst mit der Badesaison 2018 in den Betrieb gehen.

Als Begründung wird seitens der Stadt unter anderem der derzeit vorherrschende Boom in der Bauwirtschaft genannt. „Es ist derzeit sehr schwer, Handwerker zu finden. Das merken wir bei mehreren Projekten“, sagt Stadtsprecher Stefan Kirisits und nennt ein konkretes Beispiel: „Für die Durchführung der Holzbauarbeiten wurden 18 Unternehmen von Vorarlberg bis Salzburg angeschrieben. Kein einziges Angebot langte daraufhin bei uns ein.“ Zudem hätte auch die Verlegung der Fernwärmeleitung die ursprünglichen Zeitpläne durchkreuzt, heißt es.

Aus diesem Grund zog die Stadt nun die Reißleine und rang sich dazu durch, in diesem Jahr keinen Testbetrieb mehr zu starten. „Wir wollen nichts über das Knie brechen, dennoch werden wir das Projekt zügig vorantreiben. Im Herbst soll die Freibadanlage – im vereinbarten Kostenrahmen – fertiggestellt sein“, so Katzenmayer.

Kosten leicht gestiegen

Neben dem Zeitrahmen wird man aber wohl auch bei der Finanzierung des Projekts über das Ziel hinausschießen. Aufgrund von zusätzlichen Adaptierungen ist derzeit von Mehrkosten in Höhe von rund 200.000 Euro die Rede, was die Gesamtkosten für das Projekt auf rund 9,8 Millionen Euro anschwellen lässt. Parallel zum Freibad (knapp sieben Mill. Euro) erfolgt derzeit nämlich auch der Ausbau der Saunalandschaft (2,8 Mill). Diese soll im Dezember fertiggestellt sein.

Der Zeitplan, den wir uns gesetzt haben, war sehr sportlich.

Bgm. Mandi Katzenmayer