Mahnfeuer brennen auf der Kanisfluh

Vorarlberg / 23.07.2017 • 20:15 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Die Lichterkette war über weite Teile des Bregenzerwaldes zu sehen.
Die Lichterkette war über weite Teile des Bregenzerwaldes zu sehen.

Rund 400 Interessierte machten sich zu Beobachtungszwecken auf nach Schnepfegg.

Schnepfau. (VN-ger) Mit einer Lichterkette haben der Naturschutzbund, der Alpenverein und der Alpenschutzverein gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Üsa Kanis“ am Samstagabend ein leuchtendes Zeichen gegen den geplanten Steinbruch am Fuße der Kanisfluh gesetzt. Laut den Organisatoren beobachteten rund 400 Interessierte auf der gegenüberliegenden Schnepfegg das Mahnfeuer.

Edelweiß und Kunst

Bereits die Anfänge des Naturschutzes in Vorarlberg hätten das Edelweiß auf der Kanisfluh betroffen, verweist Hildegard Breiner, Obfrau des Naturschutzbundes, unter anderem auf den späteren Vizekanzler Jodok Fink, der ein Landesgesetz zum Schutze der Alpenpflanzen initiierte. „Auf Konstantin Graf Thun-Hohenstein, den langjährigen Leiter der BH Bregenz, geht 1904 die erste amtliche Kundmachung der Feld- und Waldschutz-Gesetze mit großen Plakaten zurück“, führt Breiner aus.

Weiter geht der Protestreigen mit der Kunstausstellung „Üsa Kanis“, die am Donnerstagabend, 27. Juli, in Alps Hoamat in Mellau eröffnet wird. Die Eröffnungsrede hält Primar Reinhard Haller zum Thema „Der Einfluss der Landschaft auf den Menschen – und des Menschen auf die Landschaft“. 

Eine Abordnung machte sich gegen sieben Uhr abends auf, um die Feuer zu entzünden. Foto: M. Petter
Eine Abordnung machte sich gegen sieben Uhr abends auf, um die Feuer zu entzünden. Foto: M. Petter