Gaißauer mit satter Mehrheit für Sportplatzneubau

Wahlberechtigte votieren für Pläne der Gemeinde, Kritiker respektieren Ergebnis.
Gaissau Freudentag für jene, die eine neue Sportanlage am Ortsrand von Gaißau im Auge haben, ein schlechter Tag für die Kritiker dieser Pläne: Die Gaißauer Wahlberechtigten votierten in einer Volksabstimmung am Sonntag mit einer deutlichen Mehrheit von über 65 Prozent für die Errichtung einer Sportanlage, lediglich 34 Prozent stimmten für das Sanieren des bestehenden Sportplatzes Rheinblick.
102 Gaißauer wählten mit Brief
102 Wahlberechtigte hatten ihre Stimme übrigens bereits im Vorfeld per Briefwahl abgegeben. Im Rathaus von Gaißau mit Bürgermeister Reinhold Eberle (VP) zeigt man sich erleichtert und hocherfreut über das Ergebnis der Abstimmung: „Mit der Wahlbeteiligung von knapp 60 Prozent bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis natürlich ebenfalls.“ Er habe sich erfolgreich dafür eingesetzt, die erforderlichen Grundstücke für die neue Sportanlage in den Besitz der Gemeinde zu bringen.
Initiatoren akzeptieren Ergebnis
Die Gaißauer Sozialdemokraten, die mehr als 400 Unterschriften für die Volksabstimmung gesammelt hatten, wollen als Initiatoren das Ergebnis akzeptieren. „Für uns ist es ein Erfolg, dass es zur Abstimmung gekommen ist. Dass sich 60 Prozent beteiligt haben, zeigt auch das große Interesse am Thema“, erklärte Hauptinitiator Egon Gmeiner (SP). Auch SP-Obfrau Klaudia Gobald-Piuk und SP-Gemeindemandatarin Angelika Mayr betonten in einer ersten Reaktion, dass sie das Abstimmungsergebnis in der Rheindelta-Gemeinde vorbehaltlos anerkennen werden. „Wir sind damit zufrieden, dass die Bevölkerung ihr Mitspracherecht erhalten hat.“
Erleichterung beim Sportverein
Erleichterung machte sich naturgemäß auch beim Sportverein breit. „Immerhin haben zwei Drittel der Wähler mit dem Ergebnis zwölf Jahre Arbeit unseres Vereins für bessere sportliche Möglichkeiten gutgeheißen. Ich wundere mich allerdings schon darüber, dass doch so viele Leute gegen die sportliche Zukunft unserer Kinder gestimmt haben. Diese Initiative hat ja die Gefahr mit sich gebracht, dass Gaißau als Dorf entzweit wird“, zeigte sich Darko Plahuta als Obmann des SV Gaißau erfreut.
Plahuta hatte als Vereinsobmann von allem Anfang an darauf verwiesen, dass der bestehende Sportplatz zu klein ist, nicht erweitert werden kann und auf fremdem Grund steht. AJK, VN-TW

Fakten Volksabstimmung
Wahlbeteiligung 59,8 Prozent
Abgegebene Stimmen 830
Ungültige Stimmen 3
Gültige Stimmen 827
Ja-Stimmen 285 (34,5 Prozent)
Nein-Stimmen 542 (65,5 Prozent)