Probieren empfiehlt sich vor dem Studieren

Vorarlberg / 12.01.2018 • 18:04 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Pia Eisele sammelte spannende Erfahrungen, ehe sie mit dem Medizinstudium begann. Eisele
Pia Eisele sammelte spannende Erfahrungen, ehe sie mit dem Medizinstudium begann. Eisele

Matura, ein Jahr Erfahrung sammeln, Medizinstudium:
die Karriere der Pia Eisele.

Lustenau Pia Eisele ist fröhlich und aufgeschlossen. Als sie vor gut eineinhalb Jahren an der HLW Rankweil ihre Reifeprüfung absolvierte, durften wir sie während ihrer mündlichen Spanisch-Prüfung bewundern. Die aufgeweckte Lustenauerin beeindruckte damals die Kommission durch ihr eloquentes und selbstbewusstes Auftreten. Aus der Pia wird mal was werden, konnte man sich damals schon denken.

Spanisch in Spanien

Jetzt ist die 20-Jährige drauf und dran, etwas zu werden. Pia studiert seit vergangenem Oktober in Innsbruck Medizin und hat sich in ihrem neuen Betätigungsfeld bereits bestens eingelebt. „Ein cooles Studium. Ich bin voll begeistert. Bald geht es ans Sezieren“, beschreibt Eisele die ersten Eindrücke ihrer Tätigkeit, die nun wohl ihren weiteren Berufsweg bestimmen wird. Probiert und experimentiert hat Pia zuvor.

Das begann eigentlich schon in der Schule, als sie im Rahmen ihres Praktikums in Spanien war. „Ich hatte mit fünf Freundinnen von meiner Schule eine Wohnung am Strand. Wir hatten dort viel Spaß, und ich lernte gut Spanisch. Bei der Arbeit im Hotel musste ich mich in der Landessprache durchschlagen. Das hat sehr viel gebracht“, erinnert sich die damalige Schülerin. Stichwort probieren: Das tat Pia Eisele auch anlässlich ihres ersten Antretens beim Aufnahmetest fürs Medizinstudium. „Mir ging es damals darum, in das Prüfungsprozedere hineinzuschnuppern.“ Geschafft hat sie den Test dann im vergangenen Sommer, und damit das Ticket zum Medizinstudium. Aber weil Probieren und Experimentieren ganz Pias Sache ist, sammelte sie im Jahr nach der Matura weitere praktische Berufserfahrung als Laborgehilfin und im Gastgewerbe. Sie arbeitete in dieser Zeit in der Schweiz und verbrachte ein abwechslungsreiches Jahr.

Experimentieren

Auch ihre Erinnerungen an die Matura kann die Lustenauerin mit den Begriffen Experimentieren und Probieren in Verbindung bringen. „Wir waren ja damals der Versuchsballon für die Zentralmatura. Da ging es zeitweilig drunter und drüber. Wir wussten nicht immer, was uns erwartet. Die Lehrer blieben cool und haben uns souverän durch diese Situation gebracht. Das war unser Glück.“ Geblieben sind Pia Eisele von der Zeit an der HLW Rankweil viele schöne Erinnerungen und gute Freundinnen. „Die Matura hat mich mit allen Möglichkeiten für eine gute Berufswahl ausgestattet“, sagt Eisele heute.

Ihr Tipp an die Maturantinnen und Maturanten von heute und morgen: „Bleibt neugierig und probiert viel. Das zahlt sich ganz bestimmt aus.“ VN-HK