Mit Dana im Einsatz

01.02.2018 • 19:33 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Ein Herz und eine Seele: Franz Unterlass und sein Riesenschnauzer Dana (9). VN/gs
Ein Herz und eine Seele: Franz Unterlass und sein Riesenschnauzer Dana (9). VN/gs

Franz Unterlass ist leidenschaftlicher Lawinenhundeführer.

Krumbach „Vorarlberg ist ein recht gutes Pflaster“ begründet der gebürtige Kärntner Franz Unterlass, warum es ihn bereits vor Jahrzehnten ins Ländle verschlagen hat. Als passionierter „Bergler“ kann er natürlich auch hier seinen liebsten Hobbys im Sommer wie im Winter frönen: dem Tourengehen und Skifahrern in den Alpen.

Elektrotechniker und Bergführer

Und das nicht nur zum Vergnügen. Der 49-jährige Elektrotechniker absolvierte eine Ausbildung zum Berg- und Skiführer vor allem zu einem Zweck: Dem Dienst am jenen, die in alpinen Regionen in Not geraten sind. Seit dem Jahr 2001 ist er Mitglied der Lawinenhundestaffel der Vorarlberger Bergrettung und auch deren Referent.

Neben seiner Lebensgefährtin
ist noch eine andere junge Dame stets an seiner Seite: Die 9-jährige Hündin Dana, ein treuer Riesenschnauzer, die Franz Unterlass zu einem Lawinenhund ausgebildet hat.

Es beginnt im Welpenalter

Aus Vierbeinern Lebensretter zu machen, ist eine zeitaufwendige Angelegenheit. Außerdem sollte ein solcher Vierbeiner nicht mehr als 30 Kilogramm auf die Waage bringen, da er ja vom Herrchen bisweilen getragen werden muss, aber auch kein kleiner „Pinscher“ sein. Schließlich muss er doch gewisse körperliche Voraussetzungen aufweisen. Mit der Ausbildung zum Lawinenhund wird bereits im Welpenalter begonnen. „Im dritten Jahr geht’s dann ans Eingemachte“, sagt Danas Herrchen.

Aus Lawine geborgen

Und in der Tat recht „eingemacht“ war jener dramatische Einsatz am 29. Dezember 2017 im Kleinwalsertal, durch den ein 43-jähriger deutscher Skifahrer Franz Unterlass und seinem Riesenschnauzer sein Leben verdanken kann. Der Wintersportler war mit seinem Bruder am Hohen Ifen unterwegs, als er von einer Lawine komplett verschüttet wurde, jedoch noch mit seinem Handy einen Notruf absetzen konnte.

„Ich stieg mit Dana bei Neuschnee aus dem Hubschrauber und bin dann selbst gleich eingesunken“, schildert Franz. Dennoch konnte er sich mit Dana zum Verschütteten vorarbeiten, die Hündin machte sich sofort ans lebensrettende Werk und spürte den Deuschen auf. „Ich musste den Mann anschließend mit meinen Händen ausgraben, da ein Einsatz mit der Schaufel zu gefährlich für den Verunglückten gewesen wäre, da sein Kopf knapp unter dem Schnee lag“, sagt der 49-Jährige, dem es dann gelang, den Wintersportler nach wenigen Minuten zu bergen und zu retten. VN-GS

Zur Person

Franz Unterlass
ist Referent der Vorarlberger Lawinenhundestaffel der Bergrettung

Geboren 10. Oktober 1968

Ausbildung Berg- und Skiführer

Familie Lebensgefährtin, zwei Kinder

Wohnort  Krumbach