Schutzwald als Lebensversicherung

04.02.2018 • 18:26 Uhr / 2 Minuten Lesezeit

Anerkennungspreis für Projekt „Zelfenwald“ in Tschagguns.

bregenz, kempten Das Schutzwaldprojekt „Zelfenwald“ in Tschagguns darf sich über einen Anerkennungspreis freuen. Im Rahmen der Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises in Kempten wurde es in der Kategorie „Erfolgsprojekte“ ausgezeichnet. „Damit wird die engagierte Arbeit zum Erhalt funktionsfähiger Schutzwälder in Vorarlberg einmal mehr auf erfreuliche Weise bestätigt“, gratulierte Landesrat Erich Schwärzler den Projektverantwortlichen. Der Schutzwald sei in den Alpenländern die beste, weil natürliche Versicherung gegen Muren und Lawinen. „Eine länderübergreifende Schutzwaldstrategie ist die Lebens- und Überlebensversicherung für die Menschen in den Bergregionen“, betonte Schwärzler.

Hoher persönlicher Einsatz

Der 30 Hektar große Zelfenwald, ein Steinschlag- und Lawinenschutzwald auf der Tschaggunser Schattseite, steht im Eigentum der Agrargemeinschaft Innere Forna und wurde von dieser unter großem persönlichem Einsatz von einem überalterten instabilen Wald ohne Verjüngung in einen funktionstüchtigen Schutzwald umgewandelt. Neben Erschließung, der Regulierung der Wildbestände, Schutzverbauungen und Aufforstung war insbesondere eine jahrelange intensive Waldpflege ausschlaggebend für den heutigen Erfolg. Ein Großteil der Agrargemeinschaftsmitglieder arbeitete aktiv an der Bewirtschaftung mit, alle unterstützten die Arbeiten auch finanziell. Nach Meinung der Jury beruht der Erfolg des Projekts auf der Initiative der betroffenen Eigentümer, die zugleich Unterlieger sind, sowie der guten Zusammenarbeit mit den Jägern. So konnte innerhalb der vergangenen 30 Jahre erfolgreich die Verjüngung eingeleitet werden.

Vorarlberg hat mit rund 49.000 Hektar einen sehr hohen Schutzwaldanteil. Zwei Drittel des Siedlungsraums wären ohne Schutzwald nicht bewohnbar.

„Die Verleihung des Alpinen Schutzwaldpreises zeigt auf, dass Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und klar Ja zum Schutzwald sagen“, freute sich Erich Schwärzler über so viel Hinwendung zu dieser besonderen Problematik.

„Damit wird die engagierte Arbeit zum Erhalt der Schutzwälder in Vorarlberg bestätigt.“