Zuckerl für alle „Öffis“-Fans

08.02.2018 • 19:25 Uhr / 3 Minuten Lesezeit

Westachse der Grünen vertieft Zusammenarbeit beim Öffentlichen Nahverkehr.

Bregenz, Innsbruck Kooperation ist das Um und Auf. So lautet das Motto im grenzüberschreitenden öffentlichen Verkehr in den Bundesländern Tirol und Vorarlberg. In Innsbruck wurde dies gestern, Donnerstag, einmal mehr deutlich: Ingrid Felipe stellte als Stellvertreterin des Tiroler Landeshauptmannes gemeinsam mit Parteifreund und Landesrat Johannes Rauch (Grüne) die Erfolge und Herausforderungen in Sachen „Öffi-Westachse“ vor.

Die beiden Länder gelten mittlerweile als dynamischer Lebensraum, dessen Bewohner sowohl zu Arbeits- und Ausbildungszwecken als auch zu Freizeitzwecken zunehmend überregional in Bewegung sind. Dafür, dass dieser Entwicklung Rechnung getragen wird, setzen sich die Mobilitätslandesräte beider Länder seit Jahren ein. Von einem besonderen Zuckerl, in dessen Genuss bald auch die Tiroler Zugfahrer kommen werden, berichtete Rauch: „Mit 104,5 Metern Länge sind unsere zukünftigen Nahverkehrs-Züge die längsten in der gesamten ÖBB-Flotte, das Zugfahren wird mit ihnen zum Erlebnis. Rund 300 Fahrgäste, also 100 mehr als zuvor, werden in den neuen TALENT-Garnituren Platz finden zum Genießen, aber auch für ihr Gepäck und ihre Kinderwagen. Tirol wird bald darauf ebenfalls in den Genuss dieser Züge kommen.“

„Unschlagbare Angebote“

Eine Mobilitätspolitik, die den Menschen unschlagbare Angebote für die öffentlichen Verkehrsmittel macht, ist Felipe und Rauch ein zentrales Anliegen: „Entlastete Geldbörsen, Straßen und eine entlastete Natur und Umwelt sind nicht nur drei unschlagbare Argumente für preiswerte Öffi-Tickets und ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität, sondern auch ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels“, unterstrich Felipe die Bemühungen um einen qualitätvollen Ausbau des grenzüberschreitenden Öffi-Angebots.

Kombi-Tickets bundesweit Unikat

855 Euro für reguläre Jahreskarten, 506 Euro für unter 75-jährige beziehungsweise 381 Euro für über 75-jährige Senioren. Das ist der Preis für die seit 1. Juni 2017 kombinierbaren Jahrestickets für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Tirol und in Vorarlberg: Ein einzigartiges Angebot in ganz Österreich. Und seit 1. September kann die davon vermutlich am meisten profitierende Gruppe der Studierenden (bis zum 26. Lebensjahr) durch den Kauf des Vorarlberger Jugend- und des Tiroler Studitickets um insgesamt 552 Euro im Jahr alle Öffis vom Bodensee bis zu den Lienzer Dolomiten nutzen. „Wir haben in Tirol und Vorarlberg das beste Angebot für Studierende.“ Als gemeinsamen Erfolg präsentierten die beiden Verkehrsreferenten weiters den integrierten Taktfahrplan (ITF).

Hierzulande besitzen übrigens 70.000 Menschen eine Jahreskarte. Und Studenten, die zwischen Tirol und Vorarlberg pendeln, kommen nun mit einem einzigen Ticket aus, schloss Rauch. VN-TW