Ein Fall für die Narrenpolizei

09.02.2018 • 18:32 Uhr / 5 Minuten Lesezeit

Die sechs Mitglieder der Bregenzer Narrenpolizei gehen im Fasching rund 100 Mal auf Streife.

Lauterach „Ein technisches Wunder“, sagt Andreas Märk und tätschelt liebevoll das Autodach. Es ist ein Suzuki Vitara Cabrio. Schwarz mit Softtop. Baujahr 1990. Das Dienstauto der Bregenzer Narrenpolizei. „Bis auf ein paar Roststellen hatten wir noch keine gröberen technischen Probleme. Wir hoffen, dass wir ihn nächstes Jahr auch noch mal durchbekommen“, ergänzt Märk.

Die Bregenzer Narrenpolizei geht seit dem Jahr 1956 auf Streife. Seit 1989 ist sie ein eigener Verein und Andreas Märk seither ihr Obmann. „Wir sind der kleinste Verein in Vorarlberg“, bemerkt der närrische Oberbulle nicht ohne Stolz. Die Truppe besteht derzeit aus sechs Mitgliedern. Mehr sollen es auch nicht werden. „Das Auto ist für fünf Personen zugelassen, einer kann meistens nicht“, lautet die simple Begründung.

Andreas Märk, Peter Düringer, Mario Daxenbichler, Christoph Sturn, Dietmar Sieber und Wolfgang Längle begleiten das Faschingsprinzenpaar zu fast allen seinen Auftritten – dazu gehören Umzüge und Bälle ebenso wie Besuche in Kindergärten und anderen Einrichtungen. Pro Saison kommen an die 100 Einsätze zusammen. „Wir eskortieren das prinzliche Gefährt zum Umzug und wieder retour. Bei gut besuchten Bällen machen wir Platz, damit der Prinz mit seinem Gefolge und der Fanfarenzug gut durchkommen“, beschreibt der Obmann die Hauptaufgaben der Narrenpolizisten.

Interne Feuerwehr-Farben

Dass die Signallichter auf dem Dach des Gefährts in den Farben Rot und Grün leuchten, hat einen ganz bestimmten Grund. Immerhin sind fünf der sechs Mitglieder bei der Feuerwehr in Bregenz-Rieden bzw. Bregenz-Stadt. Andreas Märk erläutert: „Rot und Grün sind interne Farben der Feuerwehr. Rot ist für die Einsatzleitung, Grün für den Atemschutz-Sammelplatz. Damit kommen wir keinem offiziellen Blaulicht oder einer Hilfsorganisation in die Quere.“ Die Lochsirene auf dem Dach hat laut Märk gut 50 Jahre auf dem Buckel und wurde von einem ehemaligen Mitglied „irgendwo mal abgestaubt. Seither ist sie eine Dauerleihgabe.“

Noch älter ist nur das Uniform-Design der Narrenpolizei. Die weißen Helme waren erstmals 1957 zu sehen. Selbiges gilt für das Logo, das den Ärmel der Uniform ziert. „Wenn wir eine neue Uniform machen, überlegen wir uns vielleicht auch ein neues Logo“, erwägt der Obmann. Nicht viel geändert hat sich auch an der roten Uniformjacke. Lediglich der Schnitt ist seit 30 Jahren ein anderer. „Vorher waren die Jacken in ähnlichen Farben, aber anders geschnitten.“

Ab in die Garage

Ist der Fasching vorüber, wir der vereinseigene Jeep gewaschen und in der Tiefgarage untergestellt. „Das Kennzeichen wird am Aschermittwoch hinterlegt, Anfang Jänner holen wir es wieder ab, dann kommt das Auto zum Vorführen“, schildert Andreas Märk und hofft auch im nächsten Jahr auf ein „technische Wunder“. VN-GER

„Bis auf ein paar Roststellen hatten wir noch keine gröberen technischen Probleme.“

Die Signallichter der Marke Eigenbau: Um keinem offiziellen Blaulicht in die Quere zu kommen, leuchten sie in den Farben Grün und Rot. Daneben befindet sich die Lochsirene. „Ich habe gehört, dass es eine Panzersirene gewesen ist“, berichtet Narrenpolizei-Obmann Andreas Märk.

Die Signallichter der Marke Eigenbau: Um keinem offiziellen Blaulicht in die Quere zu kommen, leuchten sie in den Farben Grün und Rot. Daneben befindet sich die Lochsirene. „Ich habe gehört, dass es eine Panzersirene gewesen ist“, berichtet Narrenpolizei-Obmann Andreas Märk.

Das Logo auf der Uniform stammt noch von den Gründervätern. Auch das schwarze „NP“ auf den weiß lackierten Bundesheerhelmen hat sich bis heute gehalten. Etwas neueren Datums ist die Uniform. Andreas Märk: „Den Schnitt gibt es seit 30 Jahren.“

Das Logo auf der Uniform stammt noch von den Gründervätern. Auch das schwarze „NP“ auf den weiß lackierten Bundesheerhelmen hat sich bis heute gehalten. Etwas neueren Datums ist die Uniform. Andreas Märk: „Den Schnitt gibt es seit 30 Jahren.“

Das Auto überzeugt nicht nur mit seinem Äußeren, sondern auch mit starken inneren Werten. Neben einem Radio mit Kassettendeck verfügt der Suzuki auch über einen Kriechgang: „Beim Umzug fährst du unter Schrittgeschwindigkeit, ohne Kriechgang geht jede Kupplung kaputt.“

Das Auto überzeugt nicht nur mit seinem Äußeren, sondern auch mit starken inneren Werten. Neben einem Radio mit Kassettendeck verfügt der Suzuki auch über einen Kriechgang: „Beim Umzug fährst du unter Schrittgeschwindigkeit, ohne Kriechgang geht jede Kupplung kaputt.“