Einjährige bis zum Tod vernachlässigt

12.02.2018 • 21:25 Uhr / 1 Minuten Lesezeit

St. Gallen Die St. Galler Staatsanwaltschaft erhebt gegen eine 35-jährige Deutsche und einen 54-jährigen Schweizer Anklage wegen vorsätzlicher Tötung ihrer gemeinsamen Tochter. Im August 2015 hatte die Polizei bei einer Hausdurchsuchung den Leichnam des Kindes gefunden. Die beiden Beschuldigten stehen im Verdacht, unter anderem aufgrund ihres Drogenkonsums ihre elterlichen Sorgfaltspflichten verletzt und die gemeinsame Tochter vernachlässigt zu haben, hieß es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft vom Montag. Konkret wird ihnen vorgeworfen, ihre Tochter nicht altersgerecht ernährt und ihr keine ausreichende Bewegung ermöglicht zu haben. Ebenfalls sollen sie die medizinische Versorgung, die körperliche Hygiene und die sozialen Kontakte des einjährigen Mädchens vernachlässigt haben.

Die Staatsanwaltschaft fordert für die Mutter eine unbedingte Freiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren und für den Vater von acht Jahren.