Symbol der Liebe

Vorarlberg / 13.02.2018 • 19:12 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Daniela Le Duigou, Inhaberin der „Dada Flower Boutique“, weiß, welche Blumen bei den Liebenden im Trend liegen.VN/HAller
Daniela Le Duigou, Inhaberin der „Dada Flower Boutique“, weiß, welche Blumen bei den Liebenden im Trend liegen.VN/HAller

Am Valentinstag stehen Blumen wieder hoch im Kurs.

Dornbirn Wie in jedem Jahr stürmen Männer auf den letzten Drücker ins Geschäft. „Männer kommen am Valentinstag meist in der letzten Minute“, erzählt Daniela Le Duigou, die es wissen muss. Als Inhaberin der „Dada Flower Boutique“ in Dornbirn beobachtet sie das alljährliche Valentinstagstreiben: „Meist kommen sie nach der Arbeit um fünf vor Ladenschluss oder in der Mittagspause“, sagt die Floristin mit einem Schmunzeln. Kein Wunder also, dass an keinem anderen Tag im Jahr so viel männliche Kundschaft bei der Dornbirnerin einkaufen wie am 14. Februar. Das Kaufverhalten der Frauen sei da anders: „Viele kommen bereits zwei Tage früher. Die Kundinnen suchen aber nichts für ihre Männer, sondern für die Mama oder für die Freundin. Dabei greifen sie eher zu Gestecken als zu Schnittblumen.“

Rosen, Ranunkeln, Tulpen

Kann die Floristin auch Trends bei der Blumenwahl erkennen? Beliebt seien nach wie vor die klassischen roten Rosen, mit denen Männer die Angebetete überraschen: „Die ‚Red Naomi‘ gilt nach wie vor als Königin der Blumen“, weiß Le Duigou. „Diese großblütige Blume hat einen schönen langen Stiel und einen angenehm zarten Duft. Sie ist sehr elegant und gilt als Symbol der Liebe und der Leidenschaft.“

Mit dem Valentinstag wird bei den Blumenverkäufern der Frühling eingeläutet, die Sträuße werden luftiger gestaltet und aus einer Komposition verschiedener Frühlingsblumen zusammengesetzt: „Mit zartblütigen Blumen, kombiniert mit Farnen und Blumengrün, lassen sich dekorative Frühlingssträuße gestalten“, erklärt die Geschäftsinhaberin, die bei der international bekannten Floristin Nicole von Boletzky ihre Meisterausbildung abgeschlossen hat. „Dieses Jahr gehören farbenfrohe Ranunkeln und bunte Tulpen zu den Trends der Blumensaison.“ Ranunkeln blühen in den verschiedensten Farben und waren besonders in der viktorianischen Zeit ein beliebtes Geschenk. Sie sind ein Symbol für Charme. Verschenkte man damals einen Strauß Ranunkeln, bedeutete das: „Ich bewundere deine vielen Reize“. Obwohl der Valentinstag nicht die Hauptsaison der „Dada Flower Boutique“ ist – diese sei vor Weihnachten –, sind die Preise für die Blumen am Tag der Liebenden höher als gewöhnlich: „Das liegt an der weltweit großen Nachfrage“, erklärt Le Duigou. „Am Valentinstag werden in allen Ländern viele Blumen benötigt. Russland kauft zum Beispiel um jeden Betrag Blumen aus Holland.“ Dies treibe die Preise nach oben. Auch die in Österreich verkauften Pflanzen werden zu 90 Prozent aus den Niederlanden oder Italien bezogen.

Hierzulande wird Valentinstag seit Ende des Zweiten Weltkriegs gefeiert. Die im 15. Jahrhundert in Großbritannien begründete Tradition wurde durch britische Besatzungssoldaten in Österreich eingeführt. Valentinstag ist zugleich der Auftakt zur heimischen Blumensaison. VN-HAM, VN-JLO