Abschied vom alten Schulhaus

Vorarlberg / 15.02.2018 • 18:18 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Direktor Jürgen Sprickler fehlt am Ausweichdomizil nur eine Turnhalle.
Direktor Jürgen Sprickler fehlt am Ausweichdomizil nur eine Turnhalle.

Haselstauder Volksschüler sangen „Alte Schule, altes Haus – ich danke dir!“.

Dornbirn Für die 241 Schüler und Schülerinnen der VS Haselstauden ist nach den Semesterferien alles anders – statt in ihrer gewohnten Umgebung drücken sie nämlich jetzt in der Ausweichschule am Fischbach die Schulbank. Und das aus gutem Grund: Ihre „alte“ Schule wird teilweise abgerissen, um einem modernen Neubau Platz zu machen. Dabei wird ein innovatives bauliches und pädagogisches Konzept umgesetzt, das von Schulverantwortlichen und Stadtplanern gemeinsam mit den Experten von „LernLandSchaft“ entwickelt wurde. Für die Pläne zeichnet das Wiener Architekturbüro fasch&fuchs verantwortlich, das den Wettbewerb für sich entscheiden konnte. 

Feierlicher Auszug 

Bevor der Unterricht in der Ausweichschule „offiziell“ aufgenommen wurde, hat sich die Schulgemeinschaft am Faschingsdienstag mit einem Auszugsfest gebührend von der alten Schule verabschiedet. Nach der Begrüßung aller Mäschgerle durch „Oberpirat“ Jürgen Sprickler wurde gemeinsam das Lied „Alte Schule, altes Haus“ angestimmt in dem es unter anderem heißt: „Und ich geh zum letzten Mal durch deine Tür. Neue Schule, neues Glück und es führt kein Weg zurück“.

Ein bisschen Wehmut schwang auch in den Beiträgen der Schüler mit, die „ ihrer“ Schule eine letzte Liebeserklärung machten. Eine Schnitzeljagd führte die Schüler anschließend noch einmal durch die Gebäude aus den 1960er-Jahren, die in den nächsten Monaten abgebrochen werden. Hier durften sich die Kinder auch mit ihren Namen verewigen. Nach einer feinen Jause vom Elternverein fand das Fest mit einer letzten großen Pause im „alten“ Schulhof und ein paar Gesangseinlagen seinen Abschluss. 

Keine Sportmöglichkeiten 

Die nächsten eineinhalb Jahre wird der Unterricht für die Haselstauder Volksschüler jetzt in der Ausweichschule abgehalten – der Einzug in das neue Schulgebäude ist für Dezember 2019 geplant. „Nach den ersten Tagen fühlen wir uns in der von der Stadt Dornbirn vorbildlich geplanten Ausweichschule schon sehr wohl. Doch bei aller großen Freude und Vorfreude ist auch ein Wermutstropfen dabei – leider haben wir hier keine Turnhalle und noch keine Möglichkeit für unsere täglichen Bewegungsstunden gefunden“, so der Direktor der VS Haselstauden, Jürgen Sprickler. lcf

Die Schüler verewigten sich noch einmal in dem vor dem teilweisen Abbruch stehenden Schulhaus.
Die Schüler verewigten sich noch einmal in dem vor dem teilweisen Abbruch stehenden Schulhaus.
Den Bauschuttcontainer schon im Hintergrund, sagten die Volksschüler gemeinsam „tschüss“ zu ihrer alten Schule. lcf
Den Bauschuttcontainer schon im Hintergrund, sagten die Volksschüler gemeinsam „tschüss“ zu ihrer alten Schule. lcf