Vorarlbergs Landwirte schwören auf Vielfalt

Vorarlberg / 15.02.2018 • 21:38 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Kathrin und Florian Mittermayr von der Freiburger Hütte setzen ebenso auf enge Zusammenarbeit mit regionalen Bauern. LWK
Kathrin und Florian Mittermayr von der Freiburger Hütte setzen ebenso auf enge Zusammenarbeit mit regionalen Bauern. LWK

Bauern erteilen Massenproduktion und Weltmarkt eine Absage.

Götzis Vorarlbergs Land- und Forstwirtschaft ist seit Jahrhunderten von bäuerlichen Menschen und natürlichen Möglichkeiten geprägt. In den Talschaften hat sich eine bäuerliche Kultur entwickelt, die auf die regionalen und klimatischen Gegebenheiten sowie auf individuelles Können, Standortanpassung und Innovationsgeist aufbaut. Davon ist man in der Landwirtschaftskammer (LWK) überzeugt. Neue Wege sollen unter dem Motto „Vielfalt in der Landwirtschaft“ beschritten werden, hieß es beim Bäuerlichen Unternehmertag im Bildungshaus St. Arbogast in Götzis.

Bauernfamilien vor den Vorhang

Für LWK-Präsident Josef Moosbrugger ist die Marschrichtung klar: „Weder Weltmarkt noch Massenproduktion sind das Ziel, sondern vielfältige, regional typische Spezialitäten, bäuerliche Dienstleistungen sowie die Bereitstellung nachhaltiger Baustoffe und Energie.“ Deshalb habe man beschlossen, „diese Vielfalt an hochwertigen Lebensmitteln und Dienstleistungen, die unsere Bauernfamilien erbringen, noch gezielter vor den Vorhang zu holen und deren Nutzen für uns alle darzustellen“. Ob Lebensmittelversorgung, Pflege der Kulturlandschaft, nützliche Dienstleistungen für Betriebe, Kommunen und Private oder Angebote in Freizeit, Tourismus oder im Sozialbereich: „Die Angebote sind so vielfältig und innovativ wie die Menschen, die dahinterstehen. Diese Vielfalt sichert auch Tausende Jobs in vor- und nachgelagerten Bereichen wie Maschinenhändler, Baufirmen, Verarbeitungsbetriebe und ist somit von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung für das Land.“

Daher werde der Bildungs-, Beratungs- und Informationsschwerpunkt der Landwirtschaftskammer unter den Schwerpunkt Vielfalt gestellt. Ab März soll es zu Betriebsvorstellungen kommen, und im Mai steht eine Woche der Landwirtschaft auf dem Programm. Und der Juni steht im Zeichen des Waldes, hieß es beim Kampagnenauftakt im Bildungshaus, bei dem sich auch Betriebe präsentierten. VN-TW

„Weder Weltmarkt noch Massenproduktion sind das Ziel, sondern regionale Spezialitäten.“