Lehrer trafen sich mit ihrer Landesrätin

Vorarlberg / 16.02.2018 • 18:58 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Willi Witzemann und seine Lehrervertreter-Kollegen fordern mehr Lehrer.
Willi Witzemann und seine Lehrervertreter-Kollegen fordern mehr Lehrer.

Sofortige Maßnahmen gegen Lehrermangel gefordert.

Bregenz Der Aufschrei unter den Pflichtschullehrervertretern war groß, als die neue Schullandesrätin Barbara Schöbi-Fink (ÖVP) in den VN erklärte, dass sie die Qualität der Mittelschulen verbessern möchte. Manche lasen, dass die Qualität von Mittelschulen nicht an jene der Gymnasien heranreiche. Personalvertreter Willi Witzemann lud die Landesrätin darauf zu einem Treffen ein, am Freitag war es so weit.

Die Lehrervertreter aller Pflichtschulen machten dabei vor allem auf den Lehrermangel aufmerksam. Witzemann las einen Brief eines Direktors vor, der schrieb: „Ich möchte nie von einer Landesrätin hören, dass es keinen Lehrermangel gebe.“ Die Lehrervertreter pochen auf sofortige Maßnahmen. Auch wie es mit den Deutschklassen weitergehen soll, sei nicht klar. Witzemann erklärt: „Mir kommt manchmal vor, dass die Wiener die Situation in Vorarlberg nicht kennen.“ Die Lehrer sind sich einig, dass die Einführung von Deutschklassen im Herbst nicht möglich sei. In Vorarlberg gebe es zudem Modelle, die schulautonom funktionierten. Des Weiteren forderten die Pflichtschullehrer, dass Schulen selbst entscheiden können, welches Notensystem verwendet wird, und die Schulsprengel erhalten bleiben. Zudem soll das Land weiter an der Modellregion zur gemeinsamen Schule festhalten.

Schöbi-Fink habe laut Witzemann die gemeinsame Schule als Chance bezeichnet und betont, dass sie die Mittelschule nicht schlechtreden wolle. VN-mip