„Heute habe ich die nötige Gelassenheit“

18.02.2018 • 17:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
„Heute kann ich das Leben genießen.“
„Heute kann ich das Leben genießen.“

Der Eisenbahnfan reist auch gerne mit dem Motorrad, spielt Orgel, schwimmt und wandert.

WIEN „Ich bin mit meinem Leben sehr zufrieden und habe heute auch die Gelassenheit, warten zu können und in den Lauf der Ereignisse zu vertrauen.“ Das erläutert im VN-Gespräch der gebürtige Bludenzer Mag. Dr. Claus Brüstle (69), der seit zehn Jahren in Wien als Berater und Seminarleiter für Gedächtnistraining und Persönlichkeitsentwicklung selbstständig tätig ist. Und weiter: „Mittlerweile habe ich einen sehr kompetenten Nachfolger in Baden bei Wien gefunden, der meine Kunden und Inhalte übernommen hat und das Ganze in meinem Sinne fortführt.“ Das Einzugsgebiet ist ganz Österreich.

Der Grund für die Übersiedelung von Vorarlberg nach Wien war für Brüstle, der mittlerweile nach eigenen Worten wieder eine „sehr glückliche Beziehung mit einer neuen Lebenspartnerin“ hat, eine Scheidung. Er kommt aber auch noch oft nach Vorarlberg, hat viel Kontakt mit seinen drei Töchtern und sechs Enkelkindern und trifft sich mit seinen Vorarlberger Freunden, die ihn oft auch in Wien besuchen.

Bei seinen Seminaren wurden neben Gedächtnistraining und Fragen der sinnvollen Lebensgestaltung auf Wunsch von Unternehmen auch sehr oft Lösungen für individuelle Aufgabenstellungen entwickelt und angeboten. Und für Personen und kleine Gruppen standen Beratungen etwa für innerbetriebliche oder private Konfliktlösungen auf dem Programm.

Maßgeschneidert für Motorrad- und Autofahrer, Wanderer, Segler und Skifahrer gab es Reiseseminare mit täglichen Lektionen in der freien Natur und in herrlichen Landschaften, verbunden mit viel Fröhlichkeit. Reiseziele derartiger Aktivitäten waren u. a. Arizona und Kalifornien, die Französischen Alpen, die Provence, die Toskana, Kreta, Südtirol und die Bodensee-Region, stets mit geplanten Routen und reservierten Hotels.

Motorradtouren unternimmt Brüstle aber auch privat mit seiner BMW und einer Freundesrunde aus Vorarlberg und Wien. Ziele dabei waren u. a. die USA, die Pyrenäen, Frankreich und die Slowakei.

Modellbahn mit 60 Loks

Darüber hinaus ist Brüstle auch ein ganz großer Eisenbahnfan, der nicht nur eine große Modelleisenbahn mit 60 digital gesteuerten Lokomotiven besitzt, sondern auch im In- und Ausland außergewöhnliche Bahnstrecken, teils auch als Mitfahrer auf der Lokomotive, befährt. Er führt dieses besondere Interesse auf seinen Großvater zurück, der begeisterter Eisenbahner und Lokführer war.

Und dazu kommt das Musizieren. „Ich habe in Vorarlberg das Konservatorium besucht, in Wien auch Orgel studiert und spiele an Sonntagen in verschiedenen Kirchen“, erzählt er. In Vorarlberg war er Schüler von Günther Fetz.

Bei der Sportausübung bevorzugt Brüstle, der auch viele Reisen – zuletzt nach Südafrika – unternimmt, „Sportarten, bei denen keine Bälle dabei sind.“ EE

Zur Person

Claus Brüstle

Geboren 1949 in Bludenz

Ausbildung Matura 1968 in Bludenz, Studium der Sozialwirtschaft in Linz, Magisterium (1975) und Doktorat (2000)

Laufbahn freier Mitarbeiter beim ORF, Abteilung Wissenschaft; 1978 Rückkehr nach Vorarlberg, Mitbegründer der Jungen Wirtschaft und des Jungen Handwerks, Geschäftsführer beider Organisationen, zwei Jahre lang stellv.Vorsitzender der Jungen Wirtschaft; drei Jahre Landesdirektor der Donau-Versicherung in Vorarlberg; ab 1985 selbstständige Tätigkeit als Berater und Seminarleiter.

Familie Partnerschaft, drei Kinder, sechs Enkel

Hobbys Motorradfahren, Reisen, Musizieren, Schwimmen, Wandern, (Modell-)Eisenbahn.