Im Brandfall zählt jede Sekunde

21.02.2018 • 21:18 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
Rauchgasvergiftungen sind die Todesursache Nummer eins bei Bränden. Rauchmelder können hier unter Umständen Leben retten.
Rauchgasvergiftungen sind die Todesursache Nummer eins bei Bränden. Rauchmelder können hier unter Umständen Leben retten.

Wien, Schwarzach In den letzten drei Monaten sind in Österreich mehr als 15 Personen infolge von Bränden im privaten Wohnbereich verstorben. Erhebungen des KfV (Kuratorium für Verkehrssicherheit) zeigen immer wieder, dass die Gefahr von Bränden deutlich unterschätzt wird. Einfache Maßnahmen wie z.B. die Verwendung von Rauchwarnmeldern können Menschenleben retten und Schäden in großem Ausmaß verhindern.

Pro Jahr sterben im Schnitt 25 bis 30 Personen bei Bränden in den eigenen vier Wänden. Der überwiegende Teil der Brandtoten stirbt aufgrund von Rauchgasvergiftungen. Besonders groß ist die Gefahr nachts: wenn Menschen schlafen, sind auch einige Sinne – wie beispielsweise der Geruchssinn – nur eingeschränkt aktiv. Töne, wie etwa das Alarmsignal eines Rauchwarnmelders, können allerdings wahrgenommen werden. „Im Ernstfall bleibt den Betroffenen nur wenig Zeit, um sich sicher aus der Gefahrenzone zu entfernen“, erläutert Armin Kaltenegger, Leiter des Bereichs Eigentumsschutz im KfV. „Rauchwarnmelder erkennen Rauch schon frühzeitig und sind wahre Lebensretter.“

Rauchwarnmelder Pflicht

In Österreich besteht für Bauträger in allen neun Bundesländern die Verpflichtung, in Neubauten Rauchwarnmelder anzubringen. Diese müssen in jedem Aufenthaltsraum – mit Ausnahme der Küche – installiert werden.

Für den Ernstfall sind viele Haushalte nicht vorbereitet: Zwar kennen laut einer Umfrage des KfV immerhin rund 83 Prozent der Befragten die Telefonnummer der Feuerwehr, zugleich bedeutet das aber auch, dass jeder Sechste bei dieser Notrufnummer nicht sattelfest ist.