Wiederbetätigung: Vorarlberger Ex-Soldat angeklagt

22.02.2018 • 21:22 Uhr / 2 Minuten Lesezeit
VN-Bericht vom 17. November 2017.
VN-Bericht vom 17. November 2017.

Burgenländische Anklagebehörde hat ehemaligen Unter­offizier im Visier.

Schwarzach, Eisenstadt Die Staatsanwaltschaft Eisenstadt hat Anklage gegen einen Unteroffizier aus Vorarlberg erhoben, unter anderem wegen Wiederbetätigung. Der 42-Jährige versah im Vorjahr im Burgenland Dienst an der Grenze, dabei soll er Flüchtlinge beschimpft haben. Die Staatsanwaltschaft klagte den Mann wegen Wiederbetätigung, Verhetzung, Quälen eines Gefangenen und wegen gefährlicher Drohung an. Zu den Vorfällen soll es im April des Vorjahres gekommen sein, damals war der Vorarlberger Unteroffizier im Burgenland im Assistenzeinsatz an der Grenze. Er soll dort antisemitische Beschimpfungen gegen Flüchtlinge geäußert und einen Flüchtling misshandelt haben. Angeblich durch Schläge mit einer Taschenlampe.

Bundesheer-Kollegin bedroht

Auch eine Bundesheer-Kollegin soll er bedroht haben. Es werde im Übrigen zu klären sein, ob der Verdächtige im Zusammenhang mit dem Nichteinhalten von Lade- und Entladevorschriften der Waffen auch körperliche Gefährdungen zu verantworten habe.

Das Militärkommando Vorarlberg erstattete Anzeige „im Zusammenhang mit Ausländerfeindlichkeit“ und suspendierte den Unteroffizier. Mittlerweile ist er aus dem Bundesheer ausgeschieden. Es gilt die Unschuldsvermutung. Die Anklage ist nicht rechtskräftig. Es gibt eine zweiwöchige Einspruchsfrist.