Mit sicherem Auge

Wetter / 23.02.2018 • 18:20 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

So blickt Klaus Wiedemann auf das Verkehrsgeschehen.

bregenz Er hat sich Zeit genommen, viel Zeit. Es war Klaus Wiedemann ein Anliegen, bei der Neueinkleidung der zahlreichen Schüler- und Elternlotsen dabei zu sein. Das nicht nur, weil er in der Landespolizeidirektion für den Bereich der Verkehrserziehung zuständig ist und so ein Termin für ihn quasi fast Pflicht wäre.

Er kam, weil die Arbeit der Lotsen auch von der Exekutive enorm geschätzt wird. „Die Lotsen sorgen für einen geregelten Ablauf an Schutzwegen. Das ist eine sehr wertvolle Tätigkeit“, sagt Klaus Wiedemann. Dass es an gesicherten Übergängen kaum Schulwegunfälle gibt, ist die andere Sache, deretwegen er gerne solche Ausrückungen absolviert. Aber der Verkehrspolizist will die Lorbeeren nicht für sich allein. „Ich bin zwar für die Koordination der Verkehrserziehung verantwortlich, die Umsetzung übernehmen jedoch die Kolleginnen und Kollegen draußen“, betont Klaus Wiedemann.

Engagierte Kollegenschaft

Die waren im vergangenen Jahr ziemlich fleißig. Nicht weniger als 164 Volksschulen haben sie besucht, dabei gut 620 Klassen mit 10.500 Schülern das richtige Verhalten im Straßenverkehr nähergebracht und rund 3500 Radfahrprüfungen abgenommen. Diese Aufgaben wurden von 130 Beamtinnen und Beamten bewerkstelligt, wobei 95 der Bundespolizei und 35 der Sicherheitswache angehörten. So investierte etwa die Bundespolizei 2000 Arbeitsstunden in diese wichtige Präventionsarbeit. Viel Nachfrage nach den Frauen und Männern in Uniform gibt es außerdem aus den Kindergärten. „Hier tätig zu werden, macht Sinn“, meint Klaus Wiedemann. Wenn es sich vom Dienstplan her ausgeht, sind die Beamten deshalb gerne auch mit den Kleinsten unterwegs. „Da ist schon viel Herzblut dabei“, freut er sich über das trotz teilweise starker beruflicher Anspannung engagierte Auftreten der Kollegenschaft.

Ein vielseitiger Beruf

Klaus Wiedemann wechselte 2006 in den Polizeidienst. Seit zwei Jahren leitet er das Verkehrserziehungsreferat, davor agierte er als Stellvertreter. An Erfahrung mangelt es dem begeisterten Motorradfahrer und Skitourengeher also nicht. An seinem Beruf schätzt Wiedemann besonders die Vielseitigkeit. „Es gibt innerhalb der Polizei extrem viele Möglichkeiten. Da stehen einem viele Türen offen“, beschreibt er die Vorteile einer solchen Ausbildung. Er hat seinen Platz jedenfalls gefunden und füllt ihn mit Leidenschaft aus. Da ist auch jede Menge an Abwechslung mit dabei, denn Klaus Wiedemann bekommt es mit Personen jeden Alters zu tun. Vom Kindergärtler bis zum gestandenen Kollegen reicht das Spektrum.

Neben der Schulverkehrserziehung zeichnet er auch für die internen Verkehrsschulungen verantwortlich. Natürlich gehört auch noch die Schulung sowie Unterstützung der Lotsen dazu. „Die Schulen wählen geeignete Schüler aus, mit den Elternvereinen erstellen sie die Einsatzpläne und verwalten die Lotsenausrüstung, wir sorgen für die Einschulung“, erklärt Wiedemann das Prozedere. Daneben steht auch Präventionsarbeit in Berufs- und anderen Schulen auf dem Dienstplan. Demnächst wird er mit Vertretern des ÖAMTC und des Roten Kreuzes künftige Mopedfahrer und solche, die es schon sind, aus Polytechnischen Schulen unter seine Fittiche nehmen. Mehr Sicherheit im Straßenverkehr für alle geht ihm über alles. VN-MM 

„Bei der Arbeit in den Schulen und Kindergärten ist schon sehr viel Herzblut dabei.“

Zur Person

Klaus Wiedemann

ist in der Landespolizeidirektion für den Bereich der Verkehrserziehung verantwortlich.

Geboren 1965

Beruf Polizist

Familie Lebensgemeinschaft

Hobbys Motorradfahren, Skitouren

 VN/steurer