Den Nachwuchs im Fokus

26.02.2018 • 17:35 Uhr / 4 Minuten Lesezeit

Matthias Gunsch ist Kennelbacher und Obmann im Tischtennisklub.

Kennelbach Seit drei Jahren ist Matthias Gunsch Obmann des Tischtennisclub Kennelbach. Seitdem hat sich beim derzeitigen Tabellenführer der zweiten ÖTTV-Bundesliga viel verändert. Sein Engagement im einzigen österreichweit spielenden Verein seiner Heimatgemeinde begann schon viel früher. Im Alter von 13 Jahren trat er zusammen mit Freunden dem Tischtennisverein bei. Sofort merkte er, dass die Gemeinschaft beim UTTC großgeschrieben wird, was ihn beeindruckte und prägte.

Vor zehn Jahren wurde Gunsch vom damaligen Obmann und heutigen Präsidenten Arno Schuchter überredet, die Funktion des Kassiers zu übernehmen. In dieser Funktion lernte der Versicherungskaufmann nicht nur die Zahlen des Vereins kennen, sondern auch die Abläufe, die hinter dem wöchentlichen Trainingsbetrieb stehen.

Dem Kennelbacher, selbst Vater von zwei Kindern, lag die Nachwuchsarbeit, und dabei besonders jene der Kinder aus der Gemeinde, am Herzen. So startete er zusammen mit Cornelia Graninger, der Direktorin der Volksschule, ein Projekt, um speziell den Mädchen und Burschen in der Gemeinde den Tischtennissport näherzubringen. Für Gunsch ist es wichtig, dass Kinder in einem Verein ein Umfeld vorfinden, in dem sie sich wohlfühlen und gut aufgehoben sind.

Arbeit trägt Früchte

2015 übernahm Gunsch das Amt des Obmanns von Schuchter, der den Verein 19 Jahre geführt hatte. Die Ziele waren für den Ur-Kennelbacher klar: Er stellte die Jugend in den Mittelpunkt, zusätzlich soll die Kommunikation innerhalb des Vereins ausgebaut werden. Sein Hauptaugenmerk galt und gilt noch immer dem Wohlfühlfaktor im Verein. „Unsere Devise ,Fördern und Fordern‘ soll nicht nur eine Floskel sein. Der Gesamterfolg eines Vereins hängt von der Leistung jedes Einzelnen im Team ab. Dies gilt vor allem im Nachwuchs. Deshalb werden hier neben dem sportlichen Aspekt auch die sozialen Elemente immer wieder in den Fokus gerückt. Zahlreiche Ausflüge, Abenteuercamps und ähnliche Aktivitäten sollen das Miteinander vertiefen.“

Dass seine Arbeit Früchte trägt, zeigen die Zahlen. Seit der Amtsübernahme wurde die Anzahl der Kinder zwischen fünf und 18 Jahren im Verein verdoppelt. Eine wichtige Basis dafür ist die engagierte Arbeit der Nachwuchs­trainer. Um neben dem normalen Sportbetrieb der Jugend immer wieder Anschauungsunterricht auf höchstem Niveau zu bieten, bemüht man sich im Verein neben der Bundesliga auch um Großevents. Nach dem EM-Qualifikationsspiel von Österreichs Herrenteam 2016 in Hard gegen Dänemark gelang es nun, die nächste Großveranstaltung in die Heimatgemeinde zu holen. Gunsch ist stolz, dass heute die erste Hauptrunde der EM-Quali der Damen zwischen Österreich und der Schweiz im ehrwürdigen Schindlersaal stattfindet. „Es ist einzigartig, so einen Länderkampf in so einer Lokalität auszutragen. Das einzigartige Ambiente des Schindlersaals wertet meiner Meinung nach die Veranstaltung zudem auf und unterstreicht die Bodenständigkeit des Vereins. Man kann auch mit einem geringeren finanziellen Rahmen eine große Wirkung erzielen.“

Ziel des Vereinsobmanns ist es, die Jugendarbeit in den nächsten Jahren noch weiter auszubauen, damit noch mehr Kinder in der Region Freude am Tischtennissport finden. SB

„Beim Fördern und Fordern bedarf es der Mitarbeit aller Vereinsmitglieder.“

Zur Person

Matthias Gunsch
Der 39-jährige Kennelbacher ist seit über 25 Jahren eine Triebfeder im örtlichen Tischtennisklub.

Geboren 13. Juli 1978

Beruf Versicherungskaufmann

Familie verheiratet, zwei Kinder

Hobbys Tischtennis, Kinder, Golf

  VN/Simon Bitriol