Vorarlberg tritt wieder in die Pedale

15.03.2018 • 18:08 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Andreas Embacher ist Teilnehmer der ersten Stunde beim Fahrradwettbewerb Radius. Pro Jahr radelt er zwischen 5000 und 6000 Kilometer. ger
Andreas Embacher ist Teilnehmer der ersten Stunde beim Fahrradwettbewerb Radius. Pro Jahr radelt er zwischen 5000 und 6000 Kilometer. ger

Heute, Freitag geht der Radius-Fahrradwettbewerb in eine neue Runde.

Lustenau Andreas Embacher ist für Mobilitätslandesrat Johannes Rauch ein Musterbeispiel dafür, wie viele Kilometer man zusammenbringen kann, wenn man das Fahrrad nur benutzt, um zur Arbeit zu fahren. Der 51-Jährige radelt bei Wind und Wetter von Bregenz nach Fußach zur Arbeit und wieder retour. „Im Umkreis von 15 Kilometern fahre ich eigentlich alles mit dem Fahrrad. Ich war sehr überrascht, wie viele Kilometer in einem Jahr zusammenkommen, selbst bei so kurzen Strecken. Bei mir sind es zwischen 5000 bis 6000 Kilometer“, erzählt er. Andreas Embacher ist Teilnehmer der ersten Stunde beim Fahrradwettbewerb Radius. Auch in diesem Jahr ist er wieder dabei. „Die Idee, dass man die Leute zum Radeln motiviert, hat mir gut gefallen. Gerade vor Großbetrieben stapeln sich ja schon die Autos“, begründet der Bregenzer. 

Es geht los

Heute, Freitag, 16. März geht das große Kilometerzählen in die nächste Runde. Die Anmeldung zum Radius ist jederzeit unter www.fahrradwettbewerb.at möglich. „Zum Erfolg des Wettbewerbs tragen neben den Radlerinnen und Radlern auch die über 300 Gemeinden, Betriebe, Vereine und Bildungseinrichtungen bei, die jährlich als Veranstalter mitmachen“, ergänzt der Mobilitätslandesrat. Wer mehr als 100 Kilometer geradelt ist, hat am Ende bei vielen Veranstaltern die Chance auf Preise. Als Motivationsschub gibt es auch zwischendurch immer wieder die Möglichkeit, bei Gewinnspielen mitzumachen. In Lustenau liegt der Fahrradanteil bereits bei über 20 Prozent. „Der kann sich sehen lassen, wir sind aber absolut noch nicht in der europäischen Champions League“, sagt Bürgermeister Kurt Fischer, der sich auch für die Zukunft hehre Ziele gesetzt hat: „Um Mut und Inspiration zu tanken, fliegen wir demächst nach Kopenhagen, auch mit Leuten aus der Schweizer Nachbarschaft. Unter dem Titel Velotal Rheintal wollen wir die Region noch fahrradfreundlicher machen.“

Auch beim Land will man in einen höheren Gang schalten. „Wir sind dabei das Radwegenetz im Land massiv auszubauen und setzen da vor allem auf Schnellverbindungen und Lückenschlüsse, das heißt, es sollte einfach möglich sein, mit dem Fahrrad als Alltagsverkehrsmittel von A nach B zu kommen“, verweist Rauch auf die neue Radstrategie Kettenreaktion. VN-ger